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Begriffsbestimmung Künstliche Intelligenz

Eine einzige allgemeingültige bzw. von allen Akteuren konsistent genutzte Definition von Künstlicher Intelligenz (KI) gibt es nicht. Der KI-Strategie der Bundesregierung liegt folgendes Verständnis von KI zugrunde.
Sehr abstrakt ordnen sich KI-Forscher zwei Richtungen zu: der „schwachen“ und der „starken“ KI. Die „starke“ KI formuliert, dass KI-Systeme die gleichen intellektuellen Fertigkeiten wie der Mensch haben oder ihn darin sogar übertreffen können. Die „schwache“ KI ist fokussiert auf die Lösung konkreter Anwendungsprobleme auf Basis der Methoden aus der Mathematik und Informatik, wobei die entwickelten Systeme zur Selbstoptimierung fähig sind. Dazu werden auch Aspekte menschlicher Intelligenz nachgebildet und formal beschrieben bzw. Systeme zur Simulation und Unterstützung menschlichen Denkens konstruiert.
Die Bundesregierung orientiert sich bei ihrer Strategie an der Nutzung der KI für die Lösung von Anwendungsproblemen und damit an den Positionen der „schwachen“ KI:

  1. Deduktionssysteme, maschinelles Beweisen: Ableitung (Deduktion) formaler Aussagen aus logischen Ausdrücken, Systeme zum Beweis der Korrektheit von Hardware und Software;
  2. Wissensbasierte Systeme: Methoden zur Modellierung und Erhebung von Wissen; Software zur Simulation menschlichen Expertenwissens und Unterstützung von Experten (ehemals: „Expertensysteme“); zum Teil auch verbunden mit Psychologie und Kognitionswissenschaften;
  3. Musteranalyse und Mustererkennung: induktive Analyseverfahren allgemein, insbesondere auch maschinelles Lernen;
  4. Robotik: autonome Steuerung von Robotik-Systemen, d.h. autonome Systeme;
  5. Intelligente multimodale Mensch-Maschine-Interaktion: Analyse und „Verstehen“ von Sprache (in Verbindung mit Linguistik), Bildern, Gestik und anderen Formen menschlicher Interaktion.

Aktuelles

Pressemitteilung des Bundesforschungsministeriums | 3.12.2021

Karliczek: Mit KI die Arbeitswelt von morgen stärken

Pressemitteilung des Bundesforschungsministeriums | 22.11.2021

Karliczek: Digitalisierung und Nachhaltigkeit gilt es zusammenzuführen

Pressemitteilung des Bundesforschungsministeriums | 18.11.2021

Karliczek: Gemeinsam mit Frankreich bringen wir vertrauenswürdige „KI made in Europe“ voran

Pressemitteilung des Bundesforschungsministeriums | 14.10.2021

Karliczek: Einigung zur Zukunft des DFKI ist ein weiterer wichtiger Meilenstein für die Zukunftsfähigkeit der KI-Forschung in Deutschland

Pressemitteilung des Bundesforschungsministeriums | 11.10.2021

Karliczek: Digitaler KI-Campus stärkt Deutschlands KI-Kompetenzen mit neuen Angeboten

Pressemitteilung des Bundesforschungsministeriums | 07.10.2021

Karliczek: Mit KI Deutschland zum internationalen Vorreiter für das Kunststoff-Recycling machen

Pressemitteilung des Bundesforschungsministeriums | 05.10.2021

Karliczek: Mit Künstlicher Intelligenz das Gesundheitssystem besser auf künftige Krisen vorbereiten

Pressemitteilung der Bundesregierung | 02.12.2020

Kabinett beschließt Fortschreibung der KI Strategie der Bundesregierung

Pressemitteilung des Bundesforschungsministeriums | 26.10.2020

BMBF und französisches Forschungsministerium MESRI veröffentlichen Förderrichtlinie zu KI-Forschungskooperationen

Pressemitteilung der Bundesregierung | 29.06.2020

Bundesregierung übermittelt Stellungnahme zum Weißbuch für Künstliche Intelligenz an die Europäische Kommission

Pressemitteilung der Bundesregierung | 15.11.2019

Ein Jahr Strategie Künstliche Intelligenz der Bundesregierung

Förderprogramme

Digital GreenTech - Umwelttechnik trifft Digitalisierung

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und FONA
Antragsfrist: 31. Oktober 2021

KI-Anwendungshub Kunststoffverpackungen – nachhaltige Kreislaufwirtschaft durch Künstliche Intelligenz

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
Antragsfrist: 15. Dezember 2021

Forschungs- und Entwicklungsprojekte zwischen Deutschland und Ungarn (EUREKA)

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
Antragsfrist: 26. Januar 2022

Aufbau von KI-Servicezentren

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
Antragsfrist: 15. Februar 2022

Die Bundesregierung präsentierte im November 2018 eine nationale Strategie Künstliche Intelligenz. Sie zielt darauf, „KI Made in Germany" zu einem internationalen Markenzeichen für moderne, sichere und gemeinwohlorientierte KI-Anwendungen auf Basis des europäischen Wertekanons zu etablieren. Bis 2025 stellt der Bund dafür etwa drei Milliarden Euro zur Verfügung. Die Plattform Lernende Systeme wird die Umsetzung der KI-Strategie begleiten und dafür zu einer Plattform für Künstliche Intelligenz ausgebaut werden.

Politische Ziele

Deutschland soll, ausgehend von einer guten Forschungsbasis, ein weltweit führender Standort für die Erforschung, Entwicklung und Anwendung von Künstlicher Intelligenz werden.

  • Technologieführerschaft und Qualitätssiegel „AI Made in Germany“
  • Verantwortungsvolle und gemeinwohlorientierte Entwicklung und Nutzung von KI
  • Entwicklung von KI-Lösungen als Beitrag für Umwelt und Klimaschutz
  • Breiter gesellschaftlicher Dialog
  • Aufbau eines europäischen KI-Ökosystems, das die Wettbewerbsfähigkeit von Wirtschaft und Forschung ausbaut, vielfältige KI-Anwendungen im Interesse der Gesellschaft fördert und auf europäischen Werten basiert

Handlungsfelder

Ausbau der KI-Forschung

  • Aufbau eines nationalen Netzwerks von mindestens zwölf Zentren und Anwendungshubs
  • Aufbau eines weltweit führenden europäischen KI-Netzwerkes unter der Dachmarke „KI – Made in Europe“
  • Einrichtung von mindestens 100 zusätzlichen KI-Professuren und Stärkung der Lehre und Nachwuchsförderung im Bereich KI
  • Binden und Gewinnen der besten Köpfe durch attraktive Arbeitsbedingungen und Vergütungen
  • Aufbau eines deutsch-französischen Forschungs- und Innovationsnetzwerkes („virtuelles Zentrum“)
  • Stärkung der interdisziplinären Forschung zu KI
  • Durchführung von KI-Challenges und Etablierung eines Deutschen Preises für „KI Made in Germany“


Wissenstransfer, Anwendung und Entrepreneurship

  • Schnellerer Transfer von Forschung in konkrete KI-Anwendungen durch Testfelder, Reallabore, Modellversuche, regionale Cluster und neuartige Förderformate
  • Bessere Zugangsmöglichkeiten für Unternehmen zu KI-Technologien, insbesondere von mittelständischen Unternehmen über die Kompetenzzentren Mittelstand 4.0
  • Förderung der Gründungsdynamik für KI-Start-ups durch Förderprogramme (z.B. EXIST) und Wagniskapital
  • Erstellen einer KI-Landkarte zu Anwendungen und Akteuren; KI-Monitoring und Vernetzung der Unternehmen und Institutionen
  • Gründung einer Agentur für Sprunginnovationen mit KI als einem der Schwerpunkte
  • Bildung eines europäischen Innovationsclusters zu KI und Durchführung von Innovationswettbewerben
  • Öffentlichkeitswirksame Darstellung von Best Practices (insbesondere mit Hilfe der Plattform Lernende Systeme)


Deutsch-Französische Zusammenarbeit

Deutschland und Frankreich unterzeichneten am 16. Oktober 2019 eine gemeinsame KI-Roadmap („Erklärung von Toulouse“). Der Fahrplan sieht Folgendes vor:

  • den Aufbau eines virtuellen Netzwerks zu KI (u.a. Kooperation der deutschen und französischen KI-Kompetenzzentren)
  • die stärkere Vernetzung deutscher und französischer Wirtschaftsakteure
  • einen gemeinsamer Ansatz für eine sichere, souveräne Dateninfrastruktur
  • ein abgestimmtes Vorgehen bei der KI-Standardisierung
  • einen gemeinsamer Ansatz bei Rechtsfragen zu KI
  • sowie einen Diskurs über Sprunginnovationsprojekte.

Wandel der Arbeit

  • Ganzheitlicher und menschengerechter Ansatz basierend auf der selbstbestimmten Entfaltung von Fähigkeiten und Talenten, sozialer Sicherheit und der Gesundheit der Beschäftigten
  • Gründung regionaler Kompetenzzentren für Arbeitsforschung und -gestaltung
  • Fachkräftemonitoring und nationale Weiterbildungsstrategie zur Kompetenzförderung von Erwerbstätigen, insbesondere in Hinblick auf den digitalen Wandel und KI
  • Untersuchung der Auswirkungen von KI am Arbeitsplatz in betrieblichen Experimentierräumen und frühzeitige Einbindung der Betriebsräte bei der Einführung von KI-Anwendungen
  • Qualifizierung von Personalverantwortlichen, Personal- und Betriebsräten (z.B. in Zukunftszentren)
  • Aufbau eines KI-gestützten Online-Einstiegsportals für berufliche Weiterbildung


Datennutzung, Datensicherheit, Recht und Ethik

  • Förderung der Forschung zur Kontrolle und Nachvollziehbarkeit von algorithmischen Prognose- und Entscheidungssystemen sowie zu Verbraucherschutz und Privatsphäre
  • Daten verfügbar machen, z.B. durch potenzielle Datenpartnerschaften zwischen Unternehmen und Forschungseinrichtungen und durch die Einrichtung von Anreizen und Rahmenbedingungen für das freiwillige und datenschutzkonforme Teilen von Daten (auch aus öffentlich finanzierten Forschungsprojekten)
  • Anpassung des Wettbewerbs- und Urheberrechts, um die Menge an nutzbaren Daten zu erhöhen, ohne persönliche Daten oder betriebliches Knowhow preiszugeben (Kommission Wettbewerbsrecht 4.0)
  • Anpassung des Arbeitsrechts und Beschäftigtendatenschutzgesetzes
  • Schaffen eines rechtssicheren Ordnungsrahmens für KI-Akteure


Internationale und gesellschaftliche Dialoge

  • Europäischer und transatlantischer Dialog zum menschenzentrierten Einsatz von KI in der Arbeitswelt
  • Breiter gesellschaftlicher Dialog über die ethische, rechtliche, kulturelle und institutionelle Gestaltung von KI – die Plattform für Künstliche Intelligenz wird hier eine Schlüsselrolle einnehmen
  • Ausbau eines Ökosystems für gemeinwohlorientierte KI, inklusive Start der Projekte Civic Innovation Platform, Civic Data Lab und Civic Tech Labs for Green

In seiner 2020 aktualisierten Innovationsstrategie benennt die baden-württembergische Landesregierung Digitalisierung, Künstliche Intelligenz und Industrie 4.0 als eines von fünf Zukunftsfeldern zur Erschließung neuer Wertschöpfungspotenziale. Strategische Ziele und Maßnahmen hatte sie bereits 2018 in der landesweiten Digitalisierungsstrategie digital@bw festgelegt. Baden-Württemberg will weltweite Leitregion des digitalen Wandels werden und als Standort die besten Köpfe anziehen und Daten für Wirtschaft und Wissenschaft als Grundlage für die Entwicklung von KI-Anwendungen bereit stellen. Seine Stärken in der Spitzenforschung sowie entlang der gesamten Wertschöpfungskette will das Land als strategischer Partner der Bundesregierung in die Umsetzung der nationalen KI-Strategie einbringen.

Handlungsfelder und Maßnahmen im Bereich KI

Ökosystems für KI

  • Ausbau des Cyber Valley als Exzellenzzentrum zur Stärkung der Grundlagenforschung und Entwicklung von KI-Sprunginnovationen sowie als attraktiver Standort für internationale Spitzenkräfte und junge Talente
  • Ausbau des de:hub Artificial Intelligence zu einer Plattform für die Anwendung und Kommerzialisierung von KI und verstärkte Zusammenarbeit mit europäischen Partnern
  • Format Reallabor KI zur gemeinsamen Erarbeitung von KI-Anwendungen durch Wissenschaft, Unternehmen, Politik und Zivilgesellschaft

Forschung und Transfer

Vernetzung

  • Beteiligung an der Konsultation der EU-Kommission zu Ethik und KI
  • Vernetzung im Rahmen der Internationalen Bodensee-Konferenz sowie mit Donauraum-Staaten

KI für den Mittelstand

  • Aufbau von 19 regionalen  KI-Labs als Anlaufstellen für KMU mit Informations-, Erprobungs- und Experimentierräumen
  • Fortschrittszentrum „Lernende Systeme“ als zentrale Anlaufstelle für KMU im Cyber Valley
  • Innovationswettbewerb KI für KMU zur Förderung innovativer Einzelvorhaben und Verbundforschungsprojekte
  • Aufbau des KI-Fortschrittszentrums „Lernende Systeme“ durch das Land und die Fraunhofer-Gesellschaft, um KMU durch anwendungsnahe Forschung und Technologietransfer beim Einsatz von KI zu unterstützen
  • Machbarkeitsstudie für einen Innovationspark KI als Innovations- und Wertschöpfungszentrum für KI-basierte Produkte und Dienstleistungen
  • Auszeichnung vorbildhafter KI-Unternehmen und -Forschungseinrichtungen (KI Champions Baden-Württemberg)
  • Ausbau der Kooperation von Hochschulen für Angewandte Wissenschaften mit KMU im Bereich KI

Förderprojekte zur Entwicklung von KI-Anwendungen (Auswahl)

  • Nachhaltigkeit: Einsatz von KI im Bereich Energie-/Materialeffizienz und Elektromobilität; KI-basierte Umweltsuchmaschine
  • Bildung: Digitale Lernangebote für den Kompetenzerwerb bei Sprachen/Kommunikation; KI-Weiterbildungsangebote in der Breite
  • Gesundheit: KI-basiertes Diagnostiksystem für Hauttumore
  • Verwaltung: KI-basierter Chatbot zu Steuerfragen; Einsatz von KI in der Fernerkundung
  • Kriminalitätsbekämpfung: Einsatz von KI zur Erkennung gefälschter Dokumente, zur Auswertung polizeilicher Sachverhalte, zur Bewertung von DNA-Proben und zur Video-Überwachung

Im Oktober 2019 stellte die Landesregierung die Hightech Agenda Bayern vor, die im September 2020 durch die Hightech Agenda Plus ergänzt wurde. Bis zum Jahr 2023 sind Investitionen von 2,9 Milliarden Euro in den Kompetenzausbau im Bereich neuer Technologien vorgesehen. Mit der im April 2019 verkündeten Strategie BAYERN DIGITAL will die Staatsregierung Bayern als Leitregion für Digitales positionieren. Das Programm umfasst ein Investitionsvolumen von sechs Milliarden Euro bis 2022 und wird kontinuierlich weiterentwickelt.

Handlungsfelder und Maßnahmen im Bereich KI

Forschung und Lehre

  • Aufbau eines landesweiten Forschungsnetzes und Schaffen von 100 KI-Professuren
  • Etablierung Münchens als KI-Zentrum von Weltrang
  • Landesweiter Auf- und Ausbau von universitären Spitzenzentren mit klaren Kompetenzschwerpunkten: Würzburg (Data Science), Ingolstadt (Mobilität), Erlangen (Gesundheit), Nürnberg (flexible Anwendung neuer KI-Felder)
  • Regionale Stärkung der KI-Kompetenzen: Kempten (Pflege Digital), Schweinfurth (Robotik), Deggendorf (KI für KMU und den ländlichen Raum), Aschaffenburg (Medizin)
  • Wissenschaftsgeleiteter Wettbewerb um neue 50 KI-Professuren, auch zu Querschnittsthemen und Anwendungsfeldern der KI
  • Ausbau des Leibniz-Rechenzentrums (LRZ) der Bayerischen Akademie der Wissenschaften zum informationstechnischen Kompetenzknoten für Big Data und KI (Supercomputing, Quantencomputing, Machine Learning)
  • Stärkung der Informatik als Fach an allen Hochschulen

Anwendungsorientierter Transfer

  • Gründung eines KI-Mission-Instituts zur Bündelung von Forschungs- und unternehmerischen KI-Aktivitäten unter Einbeziehung der Munich School of Robotics und des Munich Center for Machine Learning
  • Autonome Mobilität: Erprobung der Fahrzeugvernetzung auf dem digitalen Testfeld A9; Regionalverbünde mit Themenschwerpunkten ausfallsichere Systemarchitektur, innovative Absicherungs- und Testkonzepte
  • Aufbau eines weltweit führenden Robotik-Kompetenzzentrums; erstes Schwerpunktvorhaben: Health-Care-Robotik Zentrum in Garmisch-Partenkirchen

Vernetzung

  • Aufbau einer Bayerischen KI-Agentur zur Vernetzung von KI-Akteuren, Unterstützung bei der Drittmitteleinwerbung sowie für Technologie- und Talentscouting
  • Einrichtung eines KI-Rats aus Vertreterinnen und Vertretern von Hochschulen, außeruniversitärer Forschung und Wirtschaft zur fachlichen und strategischen Steuerung der KI-Agentur sowie Repräsentation.

Brandenburg veröffentlichte im Herbst 2018 einen strategischen Handlungsrahmen für die Digitalisierung der Wirtschaft des Landes. In die Erstellung waren Unternehmen über verschiedene Dialog-Formate einbezogen. Als Handlungsschwerpunkte wurden die Förderung der Innovationsorientierung der Betriebe, deren Unterstützung bei zentralen Digitalisierungsmaßnahmen sowie die Initiierung und Förderung neuer Wertschöpfungsbereiche und neuer Geschäftsmodelle definiert. Der Handlungsrahmen ist eingebunden in die Ende 2018 verabschiedete Zukunftsstrategie Digitales Brandenburg.

Handlungsfelder und Maßnahmen im Bereich KI

Transfer

  • Aufbau des Lausitzer Zentrums für Künstliche Intelligenz (LZKI) zur Bündelung der Forschung sowie aller regionalen Aktivitäten und Kompetenzen im Bereich KI
  • Entwicklung des Carl-Thiem-Klinikum Cottbus zu einem digitalen Leitkrankenhaus. Ziel ist es, die Diagnostik durch intelligente Datenauswertung weiterzuentwickeln, Roboter unterstützend in der Pflege einzusetzen und smarte Sensoren zur Beobachtung von Patientinnen und Patienten zu nutzen.

Seine Digitalisierungsaktivitäten bündelt Berlin in der Abteilung Energie, Digitalisierung, Innovation der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe. Der inhaltliche Fokus liegt auf Start-ups und Digitalwirtschaft, Mittelstand, Digitale Technologien sowie Initiativen und Veranstaltungen. Künstliche Intelligenz ist Teil der Innovationsstrategie InnoBB.

Handlungsfelder und Maßnahmen im Bereich KI

Netzwerkbildung und Dialog

  • Studien zur Nachfrage von KI in Berlin sowie vorhandenen KI-Fachkräften
  • Förderung von Veranstaltungen (z.B. KI-Werkstätten, MeetUps, Coding-Workshops)
  • Sichtbarmachen von innovativen KI-Anwendungen in Berlin über die Website ki-berlin.de
  • BürgerInnen-Dialog zu Algorithmen und KI

Forschung

  • Unterstützung beim Zusammenschluss der beiden vom BMBF geförderten KI-Kompetenzzentren zum Institute for the Foundations of Learning and Data (BIFOLD) mit Verzahnung der KI-Aktivitäten aller Berliner Hochschulen.

Technologietransfer

  • Förderung des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI) ab 2020
  • Gründung der Digitalagentur Berlin (DAB) zur Beratung und Vermittlung von KI-Implementierung in KMU
  • KI-Pilotprojekte in der Verwaltung
  • Aufbau eines KI-Hubs in Kooperation mit dem DFKI

Mit der im Oktober 2020 verabschiedeten Strategie "BREMEN.KI – Strategie Künstliche Intelligenz“ will das Land vorhandene Stärken in der KI-Forschung mit weiteren Akteuren vernetzen und Bremen zu einem der wichtigsten KI-Standorte in Deutschland ausbauen. Die Strategie fokussiert die Handlungsfelder "Wissenschaft", "Wirtschaft", "Gesellschaft" und "Qualifizierung" und basiert auf einem 2019 veröffentlichten Eckpunktepapier.

Die Fachkräftestrategie 2019 des Landes thematisiert Herausforderungen neuer Technologien wie Künstliche Intelligenz für Arbeitsmarkt und Beschäftigung. In der Zukunftsinitiative Smart – Digital – Mobil koordiniert das Land Projekte zu Themen wie Autonomes Fahren und Smart Services.

Handlungsfelder und Maßnahmen im Bereich KI

Vernetzung

Transfer

  • Aufbau eines "Bremer KI-Transfer-Zentrums" mit Standorten in Bremen und Bremerhaven zur Entwicklung neuer Geschäftsmodelle mit KMU
  • Entwicklung von KI-unterstützten Lösungen für den Handel im Projekt Knowledge4Retail durch Bremer Forschungseinrichtungen und Unternehmen
  • Aufbau eines „KI-Space für intelligente Gesundheitssysteme“ (KI-Sigs) in Kooperation mit KI-Instituten, medizintechnischen Unternehmen und Kliniken in Bremen, Hamburg und Schleswig-Holstein
  • Aufbau des DIGITAL HUB Industry als ein interdisziplinäres, industrieübergreifendes Umfeld aus Universität, Forschungseinrichtungen, Transfer-Einrichtungen sowie jungen und etablierten Wirtschaftsunternehmen

Internationaler Austausch

  • German-Canadian Concourse: Plattform für den Austausch zwischen Deutschland und Kanada mit jährlichen Experten-Panels zum Thema Künstliche Intelligenz
  • Forschungsmarketingprojekt TransAIR (Transatlantic AI-based Robotic): Austausch von sieben Forschungseinrichtungen aus der Region Bremen mit US-Wissenschaftlerinnen und -Wissenschaftlern zu Forschung, Kommerzialisierung und Einfluss von KI und Robotik auf die Arbeitswelt

Mit der Digitalstrategie für Hamburg beschloss der Hamburger Senat im Januar 2020 digitalstrategische Leitlinien für alle Bereiche des Gemeinwesens. Mit dem Konzept der „Digitalen Räume“ will die Stadt dem fach- und ressortübergreifenden Charakter von Digitalisierungsprojekten gerecht werden und die Kooperation der vielfältigen Akteure inner- und außerhalb Hamburgs (z.B. Behörden, städtische Einrichtungen, Unternehmen, Wissenschaft, Zivilgesellschaft) fördern. Auch im Bereich Künstliche Intelligenz soll der Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort Hamburg branchenübergreifend und interdisziplinär gestärkt werden.

Handlungsfelder und Maßnahmen im Bereich KI

Technologietransfer und KI-Hub

  • Gründung des Artificial Intelligence Center Hamburg (ARIC) e.V. im September 2019 zur Vernetzung von Unternehmen unterschiedlicher Größe und Branchen sowie Hochschulen und Forschungseinrichtungen
  • Ausbau des Health AI Hub (HAIH) zu einem Ökosystem für Unternehmen, die KI-basierte medizinische Lösungen bieten
  • Aufbau eines „KI-Space für intelligente Gesundheitssysteme“ (KI-Sigs) in Kooperation mit KI-Instituten, medizintechnischen Unternehmen und Kliniken in Bremen, Hamburg und Schleswig-Holstein

Praktische Anwendung von KI in der Verwaltung

  • Chatbot „Frag-den-Michel“: Testbetrieb eines textbasierten, lernenden Dialogsystems, das Bürgerinnen und Bürgern allgemeine Auskünfte zu Verwaltungsdienstleistungen gibt
  • Erprobung von KI bei der Auswertung von Beschwerden und Anregungen von Bürgerinnen und Bürgern sowie bei der elektronischen Aktenführung

Veranstaltungen

Die Strategie Digitales Hessen wurde in enger Abstimmung mit Vertreterinnen und Vertretern von Industrie, Handel und Dienstleistungsgewerbe, Forschungseinrichtungen und Verbänden erarbeitet. Sie adressiert insgesamt 17 Handlungsfelder und Anwendungsbereiche, in denen das Land direkten Einfluss nehmen kann. Einen expliziten Bezug zum Bereich Künstliche Intelligenz weist sie nicht auf.

Handlungsfelder und Maßnahmen im Bereich KI

Forschung und Transfer

  • Aufbau des KI-Zentrums hessian.AI, das interdisziplinäre Grundlagenforschung und Transformationsforschung verbindet und mehrgleisig agiert
  • Fokus auf Medizin, Neuro- und Kognitionswissenschaften, Umwelt- und Lebenswissenschaften, Finanzen und Business, Energie und Ingenieurwissenschaften
  • Schaffung von 20 zusätzlichen, dauerhaft finanzierten KI-Professuren

Standards

Die Landesregierung hat im Mai 2018 eine Digitale Agenda für Mecklenburg-Vorpommern veröffentlicht. Schwerpunkte sind der Ausbau der digitalen Infrastruktur und die Stärkung der Digitalisierung in Wirtschaft, Bildung, Forschung und Verwaltung. Weiter sieht das Programm unter anderem den Aufbau eines Kompetenzzentrums „Digitalisierung in der Arbeitswelt“ vor.

Mit seinem 2018 verabschiedeten Masterplan Digitalisierung investiert das Land Niedersachen in den kommenden Jahren mehr als eine Milliarde Euro für das Gelingen der Digitalisierung. Im Feld der Künstlichen Intelligenz als Schlüsseltechnologie liegt der Fokus auf dem Ausbau der Forschung. Ziel ist es, exzellente Grundlagenforschung zu fördern, digitale Innovationen aus der anwendungsorientierten Forschung in die Praxis zu bringen und Fachkräfte für digitale Anwendungen auszubilden.

Handlungsfelder und Maßnahmen im Bereich KI

Anwendungsorientierte Forschung

  • Ausbau und Weiterentwicklung der Außenstelle Osnabrück des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI) und Errichten eines weiteren Standorts in Oldenburg; übergreifendes Forschungsthema: Umgebungswahrnehmung autonomer Systeme
  • Aufbau des Zentrums für Digitale Innovation (ZDIN) mit den thematischen Schwerpunkten Agrar, Energie, Gesellschaft und Arbeit, Gesundheit, Mobilität und Produktion
  • Ausschreibungen des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur und der Volkswagen Stiftung für verschiedene Wissenschaftsfelder, die Digitalisierungsprozesse (und ausdrücklich auch Methoden der Künstlichen Intelligenz) auf unterschiedlichen Ebenen aufgreifen

Forschung und Lehre

Die nordrhein-westfälische Landesregierung legte im Juli 2018 den Entwurf einer Digitalstrategie vor. Dieser wurde unter Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern, Fachleuten und Stakeholdern weiterentwickelt und die Digitalstrategie im April 2019 veröffentlicht. In einem Beteiligungsprozess werden aktuell weitere Themenschwerpunkte ausgearbeitet und konkretisiert, darunter auch das Thema Künstliche Intelligenz.

Handlungsfelder und Maßnahmen im Bereich KI

Das Kompetenznetzwerk KI.NRW verfolgt den Anspruch, Nordrhein-Westfalen zu einem bundesweit führenden Standort für angewandte Künstliche Intelligenz (KI) auszubauen, in internationalen Netzwerken zu etablieren und als zentrale Landes-Dachorganisation für KI den Dreiklang aus Spitzenforschung, Innovation und Unternehmertum zu vereinen.

Ziele

  • Den Transfer von KI aus der Spitzenforschung in die Wirtschaft (insbesondere den Mittelstand) beschleunigen, eine Leitregion in NRW für berufliche Qualifizierung in KI aufbauen, die KI-Forschung in NRW sichtbar machen und praxisorientiert ausrichten sowie den gesellschaftlichen Dialog rund um eine vertrauenswürdige, menschenzentrierte KI gestalten.
  • Die vom Land NRW geförderten KI-Vorhaben als Leuchtturmprojekte unter der Marke »Flagships powered by KI.NRW« unterstützen und kommunikativ begleiten, um ihre Sichtbarkeit über Landesgrenzen hinaus zu sichern (Beispiel: Projekt Zertifizierte KI, das in einer Kooperationsvereinbarung zwischen Fraunhofer IAIS und BSI von KI.NRW umgesetzt wird).

Angebot

  • Informieren: Dreh- und Angelpunkt für digitale Angebote ist ein Informationsportal. Mit News, Good-Practice-Beispielen, Interviews, Filmen und weiteren Inhalten klärt es über Künstliche Intelligenz auf, gibt Impulse sowie Orientierungsangebote für eine strukturierte Einführung von KI in Unternehmen. Eine umfangreiche interaktive KI-Landkarte dient als Recherchetool und gibt einen Überblick über KI- Kompetenzen in NRW.
  • Vernetzen: Digitale Konferenzen, Workshops sowie Präsenzveranstaltungen bieten das Umfeld, um kompetente Partner zur Entwicklung einer KI-Strategie, Umsetzung von KI-Projekten oder Qualifizierung von Personal zu finden.
  • Begleiten: KI-Managerinnen und -Manager unterstützen bei individuellen Fragestellungen, z.B. bei der Einführung von KI in Unternehmen (info-kinrw@iais.fraunhofer.de).

Die rheinland-pfälzische Landesregierung stellte im September 2020 ihre KI-Agenda vor. Zur Stärkung ihrer Wissenschaftslandschaft im KI-Bereich verdoppelt sie ihre Projektmittel bis Ende 2023 auf rund 36 Millionen Euro.

Handlungsfelder und Maßnahmen im Bereich KI

Forschung

  • Vorhandene Kompetenzen der Forschung im KI-Bereich weiter vorantreiben
  • Gründung einer KI-Allianz zwischen Wissenschaftsministerium und vier Universitäten, um Positionierung und Wahrnehmung der im Land vorhandenen KI-Kompetenzen zu forcieren
  • Projektförderung aktueller Themen und institutionelle Forschungsförderung der Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen
  • Einrichtung von bis zu zehn neuen KI-Professuren

Anwendungsorientierter Transfer

  • Gründung eines KI-Boards in der Zukunftsinitiative Rheinland-Pfalz (ZIRP), das KI-Expertinnen und Experten aus Wirtschaft und Wissenschaft landesweit vernetzt.
  • Ernennung einer KI-Lotsin, um bei Akteuren aus Wissenschaft und Wirtschaft das Wissen zu Einsatzmöglichkeiten von KI-Methoden und die im Land vorhandenen infrastrukturellen, institutionellen und personellen Kompetenzen zu erhöhen
  • Gründung von KI-Labs an Forschungseinrichtungen, um KMU anhand von beispielhaften Anwendungen über die Potenziale von KI zu informieren und die Netzwerkbildung zu forcieren

Qualifizierung und Weiterbildung von Fachkräften

  • Bündelung der Qualifizierungsangebote von Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen in einer KI-Academy
  • Entwicklung neuer Angebote zur personenbezogenen KI-Kompetenzentwicklung
  • Aufbau einer zentralen und themenoffenen Vernetzungsplattform für den wissenschaftlichen Nachwuchs

Internationale Vernetzung

  • Ernennung von zwei KI-Botschaftern, die Rheinland-Pfalz als internationalen KI-Leuchtturm positionieren

Die Weiterentwicklung des Bereiches Künstliche Intelligenz im Saarland erfolgt auf Basis der aktuellen Innovationsstrategie mit den Schlüsselbereichen Informations- und Kommunikationstechnologie, Automotive/Produktion sowie LifeScience/Materialien. Damit legte das Land den Grundstein, um das Querschnittsthema Digitalisierung mit den Fokusthemen KI und Cybersicherheit, Smart Production und Smart Mobility sowie Life Sciences und Material Sciences in seiner Technologiepolitik zu verankern und weiter zu entwickeln. Das Land wird den KI-Schwerpunkt strategisch weiter ausbauen und insbesondere in die Anwendungsdomänen bringen.

Handlungsfelder und Maßnahmen im Bereich KI

Forschung und KI-Hub

  • Schaffen eines KI-Hotspots in den Schwerpunktbereichen Automotive, Industrie 4.0, eHealth und eGovernment.
  • DFKI und CISPA Helmholtz-Zentrum für Informationssicherheit als Ausgangspunkt für zusätzliche Spitzenprojekte in den Bereichen Cybersicherheit und KI sowie für die Entwicklung neuer Exzellenzinitiativen.
  • Erschließung von 10 Hektar Gewerbefläche im Umfeld von DFKI, CISPA-Helmholtz-Zentrum und weiteren IT-Forschungseinrichtungen für Ausgründungen und Ansiedlungen von IT-Unternehmen (insbesondere aus den Bereichen Informationssicherheit und KI)
  • Mittelfristiges Ziel: Ausbau zu einem bundesweiten Hub für Innovation, Neugründungen, Industrieforschung und Technologietransfer im IT-Bereich.

Förderung und Transfer

Die sächsische Staatsregierung veröffentlichte im Herbst 2021 eine KI-Strategie für den Freistaat Sachsen. Sie basiert auf einer Stärken-Schwächen-Analyse der sächsischen Wirtschaft im Themenfeld KI, die in einem ressortübergreifenden Prozess unter Einbeziehung von Expertinnen und Experten aus Forschung, Lehre, Wirtschaft, Politik und Gesellschaft erstellt wurde. Begleitend haben Bürgerinnen und Bürger ihre Ansichten über eine Beteiligungsplattform beigesteuert; zahlreiche Verbände, gesellschaftliche Gruppen und regionale Forschungsverbünde haben sich mit eigenen Positionspapieren an der Arbeit zur KI-Strategie beteiligt.

Handlungsfelder und Maßnahmen im Bereich KI

Forschung und Bildung

  • Stärkung des Forschungsstandorts Sachsen durch Ausbau der Forschungsstrukturen, interdisziplinäre Zusammenarbeit zur Innovationsgenerierung und Technologietransfer in die Wirtschaft
  • Anwerbung von Fachpersonal aus dem In- und Ausland durch KI-Standortmarketing und attraktive Rahmenbedingungen
  • Wecken von KI-Interesse bei Schülerinnen, Schülern, Auszubildenden und Studierenden mit Hilfe moderner technischer Ausstattung, zuverlässiger Breitband-Anbindung und KI-Wissen als verpflichtendem Bestandteil der Aus- und Weiterbildung

Verwaltung

  • Schaffung notwendiger Voraussetzungen und Einrichtung einer KI-Kompetenzstelle Sachsen als zentrale Auskunftsstelle bei Fragen zu Bildungsangeboten, Datenzugang und Datentransfer, der Zusammenarbeit von Wirtschaft und Wissenschaft und Beratung von Unternehmen zu Fördermöglichkeiten
  • Einsatz von KI für eine kundenorientierte sächsische Verwaltung
  • Verbraucherbildung in Hinsicht auf die Komplexität von KI-Anwendungen und deren Auswirkung auf das alltägliche Leben

Ethik und Daten

  • Entwicklung eines innovationsförderlichen Regelungsrahmens, der sich zügig an neue Begebenheiten anpassen lässt sowie Test-, Lern- und Anpassungsmöglichkeiten bietet
  • Schaffen von Vertrauen in KI-Anwendungen durch transparente Kommunikation mit der Öffentlichkeit
  • Erhöhung von Datenmengen und Vernetzung von Datenbeständen bei gleichzeitiger Garantie der Datensouveränität der Bevölkerung sowie Vereinbarkeit mit bundesweiten und europäischen Richtlinien

Wirtschaft

  • Nutzung der Potentiale von KI – nicht nur für die unternehmerische Wertschöpfung, sondern auch zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen der Beschäftigten
  • Anpassung arbeitsrechtlicher Regelungsrahmen sowie des Arbeits- und Gesundheitsschutzes an KI

Mit der Digitalen Agenda für das Land Sachsen-Anhalt hat das Land im Jahr 2018 einen Zehn-Punkte-Plan zur Gestaltung der Digitalisierung vorgelegt. Zentrale Themen sind die digitale Infrastruktur, Begleitung von Unternehmen und Beschäftigen im digitalen Wandel sowie der Aufbau von intelligenten Verkehrssystemen.

Mit ihrem Digitalisierungsprogramm legte die Landesregierung im Juni 2018 den Handlungsrahmen zum Einsatz von KI fest. In einem Dialog mit Hochschulen, Forschungseinrichtungen sowie Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft, Verwaltung und Zivilgesellschaft entstand 2019 eine KI-Strategie für Schleswig-Holstein. Künstliche Intelligenz soll dazu beitragen, Wohlstand und Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft (insbesondere der KMU) zu sichern, das Land zu einem attraktiven Standort für KI-Start-ups und -Fachkräfte zu machen, die Energiewende zügig umzusetzen und die Verwaltung bürgerfreundlicher zu gestalten. Ihre Hochschulen will die Landesregierung in ausgewählten KI-Forschungsgebieten international sichtbar machen und das Wissen in der Bevölkerung zu KI verbessern.

Handlungsfelder und Maßnahmen im Bereich KI

Transfer und Vernetzung

  • Aufbau eines KI Transfer-Hubs für den Wissenstransfer von der Wissenschaft in die Wirtschaft sowie Beratungsleistungen für Unternehmen
  • Aufbau eines „KI-Space für intelligente Gesundheitssysteme“ (KI-Sigs) in Kooperation mit KI-Instituten, medizintechnischen Unternehmen und Kliniken in Bremen, Hamburg und Schleswig-Holstein
  • Vernetzung von regionalen KI-Akteuren durch das Cluster Digitale Wirtschaft Schleswig-Holstein
  • Vernetzung von Digitalunternehmen in Schleswig-Holstein und Kalifornien durch The Bay Areas e.V.

Forschung

  • Aufbau eines Zentrums für Künstliche Intelligenz Lübeck (ZKIL) sowie eines KI-Labs an der Universität Lübeck

Öffentliche Daten

  • Bereitstellung von öffentlichen Daten für die Entwicklung von KI-Anwendungen über das Portal Open Data Schleswig-Holstein
  • Entwicklung von zukunftsweisenden Lösungen für eine bürgernahe digitale Verwaltung durch das Joint Innovation Lab

Bildung und Kultur

  • Entwicklung einer hochschulübergreifenden Lehr-Lern-Plattform zur Vermittlung von grundlegenden Kenntnissen der Datenanalyse, -nutzung und -verwertung
  • Erstellen von Unterrichtsmaterialien und Modulen zur virtuellen Lehrerfortbildung

Förderprojekte zur Entwicklung von KI-Anwendungen (Auswahl)

Die Thüringer Strategie für die Digitale Gesellschaft wurde in einem Beteiligungsprozess unter Einbeziehung von Akteuren aus Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft entwickelt. Sie behandelt Künstliche Intelligenz als eines von mehreren Querschnittsthemen. Der Freistaat Thüringen will Entwicklung und Einsatz von KI-Technologien unterstützen, um die Potenziale – insbesondere von Big Data und vernetzten Systemen – in Bereichen wie Gesundheit, Mobilität, Energie und Industrie 4.0 zu erschließen.

Handlungsfelder und Maßnahmen im Bereich KI

Förderprogramme

  • Digital-Bonus als niederschwelliges Angebot für KMU zur Unterstützung bei Digitalisierung und Anwendung von KI
  • FTI-Förderung zur Stärkung von Innovationsfähigkeit sowie Wissens- und Technologietransfer von Wissenschaft und Wirtschaft
  • Programm Pro Digital zur Förderung digitaler Innovationen in der grundlagenorientierten und anwendungsnahen Forschung

Transfer und Vernetzung

  • Thüringer Kompetenzzentrum Wirtschaft 4.0 als Anlaufstelle für Unternehmen bei Fragen zu Digitalisierung und KI mit Workshops, Beratungsangeboten und Veranstaltungen
  • Mittelstand 4.0 Kompetenzzentrum Ilmenau mit fünf Modellfabriken für praxisnahe Demonstrations- und Umsetzungsprojekte
  • Thüringer Clustermanagement zur strategischen Entwicklung besonders leistungsfähiger KI-Akteure sowie zur Förderung von Vernetzung und Kooperationen zwischen Unternehmen und Forschungseinrichtungen
  • Zentrum für Robotik und Lernende Systeme an der TU Ilmenau als Schnittstelle zwischen Hochschulen, außeruniversitären Forschungseinrichtungen und Wirtschaft
  • Regelmäßige Veranstaltungen für regionale KI-Akteure aus Wissenschaft und Wirtschaft
  • Umfrage unter KI-Akteuren zu Bewertung von KI und benötigten Unterstützungsangeboten

Förderprojekte zur Entwicklung von KI-Anwendungen (Auswahl)