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Begriffsbestimmung Künstliche Intelligenz

Eine einzige allgemeingültige bzw. von allen Akteuren konsistent genutzte Definition von Künstlicher Intelligenz (KI) gibt es nicht. Der KI-Strategie der Bundesregierung liegt folgendes Verständnis von KI zugrunde.
Sehr abstrakt ordnen sich KI-Forscher zwei Richtungen zu: der „schwachen“ und der „starken“ KI. Die „starke“ KI formuliert, dass KI-Systeme die gleichen intellektuellen Fertigkeiten wie der Mensch haben oder ihn darin sogar übertreffen können. Die „schwache“ KI ist fokussiert auf die Lösung konkreter Anwendungsprobleme auf Basis der Methoden aus der Mathematik und Informatik, wobei die entwickelten Systeme zur Selbstoptimierung fähig sind. Dazu werden auch Aspekte menschlicher Intelligenz nachgebildet und formal beschrieben bzw. Systeme zur Simulation und Unterstützung menschlichen Denkens konstruiert.
Die Bundesregierung orientiert sich bei ihrer Strategie an der Nutzung der KI für die Lösung von Anwendungsproblemen und damit an den Positionen der „schwachen“ KI:

  1. Deduktionssysteme, maschinelles Beweisen: Ableitung (Deduktion) formaler Aussagen aus logischen Ausdrücken, Systeme zum Beweis der Korrektheit von Hardware und Software;
  2. Wissensbasierte Systeme: Methoden zur Modellierung und Erhebung von Wissen; Software zur Simulation menschlichen Expertenwissens und Unterstützung von Experten (ehemals: „Expertensysteme“); zum Teil auch verbunden mit Psychologie und Kognitionswissenschaften;
  3. Musteranalyse und Mustererkennung: induktive Analyseverfahren allgemein, insbesondere auch maschinelles Lernen;
  4. Robotik: autonome Steuerung von Robotik-Systemen, d.h. autonome Systeme;
  5. Intelligente multimodale Mensch-Maschine-Interaktion: Analyse und „Verstehen“ von Sprache (in Verbindung mit Linguistik), Bildern, Gestik und anderen Formen menschlicher Interaktion.

Aktuelles

Presse

Pressemitteilung der Bundesregierung | 15.11.2019

Ein Jahr Strategie Künstliche Intelligenz der Bundesregierung

++ Die KI-Strategie feiert Geburtstag

Am 15. November 2018 präsentierte die Bundesregierung die nationale KI-Strategie für Deutschland ++

++ Digital-Gipfel 2020 in Jena

Das verkündete Bundeskanzlerin Angela Merkel Ende Oktober beim Digital Gipfel 2019 ++

 
 
 
 
 

Künstliche Intelligenz (KI) ist ein Schlüssel zur Welt von morgen.

Die Bundesregierung forciert mit ihrer nationalen Strategie seit einem Jahr den Weg von Künstlicher Intelligenz Made in Germany an die Weltspitze. Es geht um individuelle Freiheitsrechte, Autonomie, Persönlichkeitsrechte, die Entscheidungsfreiheit des Einzelnen. Um Hoffnungen, Ängste, Potenziale und Erwartungen. Es geht aber auch um neue Märkte für deutsche Unternehmen, den weltweiten Wettbewerb, vor allem mit den USA und China, und um die Zukunft Deutschlands als Industriestandort. Die Bundesregierung ist sich dieser enormen Verantwortung bewusst: Die KI-Strategie für Deutschland entstand in einem umfassenden demokratischen Prozess. Viele Experten beteiligten sich daran. Mit Mut und Gestaltungswillen und immer mit dem Fokus auf eine Künstliche Intelligenz im Dienste und zum Wohle der Menschen!

Die nationale Strategie Künstliche Intelligenz der Bundesregierung gibt vor dem Hintergrund der dynamischen Entwicklungen der Technologie die wesentlichen Rahmenbedingungen vor. Die KI-Strategie ist als lernende Strategie angelegt, die es kontinuierlich gemeinsam durch Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft neu zu justieren gilt.

Ziele der KI-Strategie

„Artificial Intelligence (AI) made in Germany“ soll zum weltweit anerkannten Gütesiegel werden.

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Ziele der KI-Strategie

Deutschland soll seine starke Position in der Industrie 4.0 ausbauen und führend bei KI-Anwendungen in diesem Bereich werden. Von KI-Anwendungen soll auch unser starker Mittelstand profitieren.

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Ziele der KI-Strategie

Deutschland soll zum attraktiven Standort für die klügsten KI-Köpfe der Welt werden.

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Ziele der KI-Strategie

Im Fokus soll immer der Nutzen von KI für die Bürgerinnen und Bürger stehen.

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Ziele der KI-Strategie

Daten sollen in Deutschland ausschließlich zum Wohle von Gesellschaft, Umwelt, Wirtschaft und Staat genutzt werden.

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Ziele der KI-Strategie

Mit einer neuen Infrastruktur zur Echtzeit-Datenübertragung soll die Basis für neue KI-Anwendungen geschaffen werden.

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Ziele der KI-Strategie

KI in Deutschland soll von einem hohen Niveau an IT-Sicherheit flankiert werden.

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Ziele der KI-Strategie

Wir wollen eine europäische Antwort auf datenbasierte Geschäftsmodelle und neue Wege der datenbasierten Wertschöpfung finden, die unserer Wirtschafts-, Werte- und Sozialstruktur entspricht.

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Ziele der KI-Strategie

Auch in der Arbeitswelt soll es immer um KI zum Wohle aller Erwerbstätigen gehen.

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Ziele der KI-Strategie

Die Potenziale von KI sollen Lebens- und Arbeitsbereiche sicherer, effizienter und nachhaltiger gestalten.

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Ziele der KI-Strategie

KI soll die soziale Teilhabe, Handlungsfreiheit und Selbstbestimmung der Bürgerinnen und Bürger fördern.

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Ziele der KI-Strategie

Die Potenziale von KI sollen für die nachhaltige Entwicklung genutzt werden und damit einen Beitrag zum Erreichen der Nachhaltigkeitsziele der Agenda 2030 leisten.

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Ziele der KI-Strategie

Für KI-Anwendungen werden Rahmenbedingungen gesetzt, die Vielfalt schaffen und erhalten und den gebotenen Raum für die Entfaltung der kulturellen und medialen Freiheiten garantieren.

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Die zwölf Handlungsfelder der nationalen KI-Strategie der Bundesregierung im Blick: Im ersten Jahr seit Bekanntmachung der Nationalen KI-Strategie der Bundesregierung wurden ressortübergreifend bereits rund 100 Förderprogramme, Initiativen, Kooperationen etc. gestartet, um Deutschland zu einem führenden Standort für Künstliche Intelligenz zu machen. 50 weitere Maßnahmen befinden sich in Planung. Zu jedem Handlungsfeld gibt es hier ausgewählte Beispiele:

 
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Künstliche Intelligenz ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe

Künstliche Intelligenz (KI) ist das Thema der Stunde – der Begriff allgegenwärtig. Und eines ist klar: Künstliche Intelligenz wird unseren Alltag, unser Leben, unsere Arbeit und die Gesellschaft verändern. Bei kaum einem anderen Thema scheiden sich die Geister so sehr wie bei Künstlicher Intelligenz. Unklare Vorstellungen und Definitionen davon, was sie kann und nicht kann und ob sie eher Chance oder Bedrohung ist, tragen ihren Teil zu dieser polarisierten Debatte bei.

Große Hoffnungen werden mit Künstlicher Intelligenz verbunden, z.B. ein Straßenverkehr ohne Unfälle und Staus, die Entlastung des Menschen von gefährlichen und monotonen Arbeiten oder eine verbesserte medizinische Diagnostik beispielsweise in der Krebstherapie.

Auf der anderen Seite warnen Skeptiker und Gegner mit düsteren Zukunftsprognosen vor einer Herrschaft superintelligenter Roboter und Maschinen über den Menschen. Was wir in dieser Situation brauchen, ist eine Verständigung darüber, wie wir in Deutschland zukünftig Künstliche Intelligenz nutzen wollen, damit sie den Menschen nutzt. Die Entwicklung und Beherrschung von Anwendungsformen Künstlicher Intelligenz (KI) ist eine Schlüsselfrage, und jetzt ist der richtige Zeitpunkt, dass Deutschland eine umfassende nationale Strategie für Künstliche Intelligenz vorlegt und konsequent verfolgt.

Mit der KI-Strategie will die Bundesregierung weltweit Vorreiter bei der Erforschung und Anwendung Künstlicher Intelligenz werden und zu einem verantwortungsvollen Umgang mit intelligenten Systemen in Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung gelangen. Aus diesem Grund hat die Bundesregierung unter Federführung der drei Bundesministerien für Arbeit und Soziales, Wirtschaft und Energie und Bildung und Forschung in einem mehrstufigen Prozess und im Dialog mit Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft die wesentlichen Handlungsfelder, Maßnahmen und Regularien für ein künftiges weltweit anerkanntes Gütesiegel „KI Made in Germany“ identifiziert und für die deutsche KI-Strategie herausgearbeitet.

Die nationale KI-Strategie der Bundesregierung ist in einem Prozess entstanden:

Phase 1: Erarbeitung eines Eckpunkte-Papiers (veröffentlicht am 18. Juli 2018), das auf den Empfehlungen des Fachforums Autonome Systeme der Hightech-Strategie vom 20. März 2017, einer Expertenanhörung auf Einladung der Bundeskanzlerin am 29. Mai 2018 und wichtigen Vorarbeiten der Bundesministerien zur Erarbeitung der KI-Strategie basiert. Die Eckpunkte bildeten die Grundlage für einen einmaligen Beteiligungsprozess in Phase 2.

Phase 2: In einem umfassenden Konsultationsprozess wurden Experten aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Zivilgesellschaft zu sechs Fachforen und einem Online-Konsultationsprozess eingeladen. Rund 140 Experten haben in den Foren zu den Themen "Mobilität, Logistik und Nachhaltigkeit", „Gesundheit/Pflege“, „Transfer in die Wirtschaft“, „Arbeitswelt und Arbeitsmarkt“, „Forschung“ und „Produktion und Industrie 4.0“ das Thema Künstliche Intelligenz umfassend diskutiert und gemeinsam Empfehlungen für die KI-Strategie entwickelt. Dem Aufruf zum Online-Konsultationsprozess folgten 109 Experten, die schriftlich ihre Stellungnahmen zu den zwölf in dem Eckpunktepapier formulierten Handlungsfeldern abgegeben haben.

Das Ergebnis dieses Prozesses: Die nationale KI-Strategie der Bundesregierung (veröffentlicht am 15. November 2018), mit der Zielsetzung, „KI Made in Germany“ zum Wohle der Menschen zu einem weltweiten Gütesiegel zu entwickeln.

Ein Jahr KI-Strategie der Bundesregierung

Im ersten Jahr seit Veröffentlichung der KI-Strategie hat die Bundesregierung den Gestaltungsauftrag, der sich aus den raschen Fortschritten im Bereich der Künstlichen Intelligenz ergibt, angenommen. Im Rahmen der zwölf in der KI-Strategie definierten Handlungsfelder wurden von den beteiligten Ressorts bereits etwa 150 Maßnahmen in die Wege geleitet: rund 100 Maßnahmen sind gestartet, etwa 50 befinden sich in der Planung. Damit sind die Weichen gestellt für den Ausbau von Kompetenzen und Know-how, Nachwuchsförderung und Transfer, für moderne Forschungsinfrastrukturen und eine internationale Vernetzung.

Das Jahr wurde genutzt, um die notwendigen Prozesse in Gang zu setzen, die gesellschaftliche Diskussion zu begleiten und die sich abzeichnenden Veränderungen in Arbeit und Gesellschaft zu gestalten.

Der Innovationsschub, der mit der Technologie einhergeht, soll zum Wohle aller umfassend genutzt werden. Der exzellente Forschungsstandort Deutschland soll gesichert, die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft ausgebaut und die vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten von KI in allen Bereichen der Gesellschaft im Sinne eines spürbaren gesellschaftlichen Fortschritts und im Interesse der Bürgerinnen und Bürger gefördert werden. Der Nutzen für Mensch und Umwelt steht dabei im Mittelpunkt.

Bis einschließlich 2025 will der Bund insgesamt etwa 3 Mrd. Euro für die Umsetzung der Strategie zur Verfügung stellen. Die Hebelwirkung dieses Engagements auf Wirtschaft, Wissenschaft und Länder wird mindestens zur Verdoppelung dieser Mittel führen.

KI-Strategien von Bund und Ländern

Mit ihrer 2018 verabschiedeten nationalen KI-Strategie will die Bundesregierung Deutschland zu einem führenden Standort für die Entwicklung und Anwendung von KI-Technologien machen und die globale Wettbewerbsfähigkeit sichern. Auch die Bundesländer haben flankierend dazu strategische Ziele und konkrete Maßnahmen im Bereich der Künstlichen Intelligenz definiert.

  • Nationale KI-Strategie

  • Baden-Württemberg

  • Bayern

  • Brandenburg

  • Berlin

  • Bremen

  • Hamburg

  • Hessen

  • Mecklenburg-Vorpommern

  • Niedersachsen

  • Nordrhein-Westfalen

  • Rheinland-Pfalz

  • Saarland

  • Sachsen

  • Sachsen-Anhalt

  • Schleswig-Holstein

  • Thüringen

Nationale KI-Strategie

Die Bundesregierung präsentierte im November 2018 eine nationale Strategie Künstliche Intelligenz. Sie zielt darauf, „KI Made in Germany" zu einem internationalen Markenzeichen für moderne, sichere und gemeinwohlorientierte KI-Anwendungen auf Basis des europäischen Wertekanons zu etablieren. Bis 2025 stellt der Bund dafür etwa drei Milliarden Euro zur Verfügung. Die Plattform Lernende Systeme wird die Umsetzung der KI-Strategie begleiten und dafür zu einer Plattform für Künstliche Intelligenz ausgebaut werden.

Politische Ziele

Deutschland soll, ausgehend von einer guten Forschungsbasis, ein weltweit führender Standort für die Erforschung, Entwicklung und Anwendung von Künstlicher Intelligenz werden.

  • Technologieführerschaft und Qualitätssiegel „AI Made in Germany“
  • Verantwortungsvolle Entwicklung und Nutzung von KI
  • Breiter gesellschaftlicher Dialog

Handlungsfelder

Ausbau der KI-Forschung

  • Aufbau eines nationalen Netzwerks von mindestens zwölf Zentren und Anwendungshubs
  • Einrichtung von mindestens 100 zusätzlichen KI-Professuren und Stärkung der Lehre und Nachwuchsförderung im Bereich KI
  • Binden und Gewinnen der besten Köpfe durch attraktive Arbeitsbedingungen und Vergütungen
  • Aufbau eines deutsch-französischen Forschungs- und Innovationsnetzwerkes („virtuelles Zentrum“)


Wissenstransfer, Anwendung und Entrepreneurship

  • Schnellerer Transfer von Forschung in konkrete KI-Anwendungen durch Testfelder, Reallabore, Modellversuche, regionale Cluster und neuartige Förderformate
  • Bessere Zugangsmöglichkeiten für Unternehmen zu KI-Technologien, insbesondere von mittelständischen Unternehmen über die Kompetenzzentren Mittelstand 4.0
  • Förderung der Gründungsdynamik für KI-Start-ups durch Förderprogramme (z.B. EXIST) und Wagniskapital
  • Erstellen einer KI-Landkarte zu Anwendungen und Akteuren; KI-Monitoring und Vernetzung der Unternehmen und Institutionen
  • Gründung einer Agentur für Sprunginnovationen mit KI als einem der Schwerpunkte
  • Bildung eines europäischen Innovationsclusters zu KI und Durchführung von Innovationswettbewerben


Deutsch-Französische Zusammenarbeit

Deutschland und Frankreich unterzeichneten am 16. Oktober 2019 eine gemeinsame KI-Roadmap („Erklärung von Toulouse“). Der Fahrplan sieht Folgendes vor:

  • den Aufbau eines virtuellen Netzwerks zu KI (u.a. Kooperation der deutschen und französischen KI-Kompetenzzentren)
  • die stärkere Vernetzung deutscher und französischer Wirtschaftsakteure
  • einen gemeinsamer Ansatz für eine sichere, souveräne Dateninfrastruktur
  • ein abgestimmtes Vorgehen bei der KI-Standardisierung
  • einen gemeinsamer Ansatz bei Rechtsfragen zu KI
  • sowie einen Diskurs über Sprunginnovationsprojekte.

Wandel der Arbeit

  • Ganzheitlicher und menschengerechter Ansatz basierend auf der selbstbestimmten Entfaltung von Fähigkeiten und Talenten, sozialer Sicherheit und der Gesundheit der Beschäftigten
  • Gründung regionaler Kompetenzzentren für Arbeitsforschung und -gestaltung
  • Fachkräftemonitoring und nationale Weiterbildungsstrategie zur Kompetenzförderung von Erwerbstätigen, insbesondere in Hinblick auf den digitalen Wandel und KI
  • Untersuchung der Auswirkungen von KI am Arbeitsplatz in betrieblichen Experimentierräumen und frühzeitige Einbindung der Betriebsräte bei der Einführung von KI-Anwendungen
  • Qualifizierung von Personalverantwortlichen, Personal- und Betriebsräten (z.B. in Zukunftszentren)


Datennutzung, Datensicherheit, Recht und Ethik

  • Förderung der Forschung zur Kontrolle und Nachvollziehbarkeit von algorithmischen Prognose- und Entscheidungssystemen
  • Förderung der Forschung und von Anwendungen zum Verbraucherschutz und zur Privatsphäre
  • Daten verfügbar machen, z.B. durch potenzielle Datenpartnerschaften zwischen Unternehmen und Forschungseinrichtungen und durch die Einrichtung von Anreizen und Rahmenbedingungen für das freiwillige und datenschutzkonforme Teilen von Daten (auch aus öffentlich finanzierten Forschungsprojekten)
  • Anpassung des Wettbewerbs- und Urheberrechts, um die Menge an nutzbaren Daten zu erhöhen, ohne persönliche Daten oder betriebliches Knowhow preiszugeben (Kommission Wettbewerbsrecht 4.0)


Internationale und gesellschaftliche Dialoge

  • Europäischer und transatlantischer Dialog zum menschenzentrierten Einsatz von KI in der Arbeitswelt
  • Breiter gesellschaftlicher Dialog über die ethische, rechtliche, kulturelle und institutionelle Gestaltung von KI – die Plattform für Künstliche Intelligenz wird hier eine Schlüsselrolle einnehmen

Baden-Württemberg

Unter dem Dach der landesweiten Digitalisierungsstrategie digital@bw will Baden-Württemberg weltweite Leitregion des digitalen Wandels werden. Das Land setzt dabei dezidiert auf Künstliche Intelligenz und will seine Stärken in der Spitzenforschung sowie entlang der gesamten Wertschöpfungskette als strategischer Partner der Bundesregierung in die Umsetzung der nationalen KI-Strategie einbringen.

Handlungsfelder und Maßnahmen im Bereich KI

Ökosystem für KI

  • Ausbau des Cyber Valley als Exzellenzzentrum zur Entwicklung von KI-Sprunginnovationen sowie als attraktiver Standort für internationale Spitzenkräfte und junge Talente
  • Ausbau des de:hub Artificial Intelligence zu einer Plattform für die Anwendung und Kommerzialisierung von KI und verstärkte Zusammenarbeit mit französischen Partnern
  • Förderung des Formats Reallabor KI zur gemeinsamen Erarbeitung von KI-Anwendungen durch Wissenschaft, Unternehmen, Politik und Zivilgesellschaft

Forschung und Transfer

  • Schaffung von zehn neuen KI-Professuren
  • Aufbau von Forschungsdatenzentren (Science Data Centers) für Zugang, Nutzung, Integration und Analyse digitaler Forschungsdaten
  • Standort- und behandlerübergreifende Vernetzung von klinischen und genomischen Daten
  • Aufbau eines Fraunhofer-Kompetenzzentrums für Kognitive Robotik
  • Verbesserter Wissenstransfer: Entwicklung und Transfer von neuromorphen KI-Chips, Entwicklung von Standards zur Sicherheitsprüfung von KI-Systemen

Aktionsprogramm „KI für den Mittelstand“

  • Aufbau regionaler KI-Labs als Anlaufstellen für KMU mit Informations-, Erprobungs- und Experimentierräumen
  • Innovationswettbewerb KI für KMU zur Förderung innovativer Verbundforschungsprojekte
  • Machbarkeitsstudie für ein Innovations- und Wertschöpfungszentrum für KI-basierte Produkte und Dienstleistungen
  • Auszeichnung vorbildhafter KI-Unternehmen und -Forschungseinrichtungen
  • Aufbau eines Expertennetzwerks, das Impulse zur Stärkung des KI-Standorts Baden-Württemberg gibt

Förderprojekte zur Entwicklung von KI-Anwendungen (Auswahl)

  • Nachhaltigkeit: Einsatz von KI im Bereich Energie-/Materialeffizienz; KI-basierte Umweltsuchmaschine
  • Bildung: Digitale Lernangebote für den Kompetenzerwerb bei Sprachen/Kommunikation; KI-Weiterbildungsangebote in der Breite
  • Gesundheit: KI-basiertes Diagnostiksystem für Hauttumore
  • Verwaltung: KI-basierter Chatbot zu Steuerfragen; Einsatz von KI in der Fernerkundung
  • Kriminalitätsbekämpfung: Einsatz von KI zur Erkennung gefälschter Dokumente, zur Auswertung polizeilicher Sachverhalte, zur Bewertung von DNA-Proben und zur Video-Überwachung

Bayern

Mit der im April 2019 verkündeten Strategie BAYERN DIGITAL will die Staatsregierung Bayern als Leitregion für Digitales positionieren. Das Programm umfasst ein Investitionsvolumen von sechs Milliarden Euro bis 2022 und wird kontinuierlich weiterentwickelt. In einer Regierungserklärung veröffentlichte der Bayerische Ministerpräsident Markus Söder im Oktober 2019 die Hightech Agenda Bayern mit einem Investitionsvolumen von zwei Milliarden Euro.

Handlungsfelder und Maßnahmen im Bereich KI

Forschung

  • Investition von 360 Millionen Euro bis 2023 für den Ausbau eines landesweiten KI-Forschungsnetzes („KI-District Bayern“)
  • Schaffen von 100 KI-Professuren
  • Etablierung der Stadt München zu einem KI-Zentrum von Weltrang mit dem Schwerpunkt Intelligente Robotik. Dazu: Gründung eines KI-Mission-Instituts zur Verzahnung von Forschungs- und unternehmerischen Aktivitäten im Bereich KI unter Einbeziehung der Munich School of Robotics und des Munich Center for Machine Learning
  • Auf- und Ausbau von weiteren KI-Spitzenzentren mit klaren Kompetenzschwerpunkten: Würzburg (Data Science), Ingolstadt (Mobilität), Erlangen (Medizintechnik), Nürnberg (Anwendung neuer KI-Felder)
  • Stärkung von KI-Forschungskompetenzen an regionalen Standorten: Kempten (Pflege), Schweinfurt (Robotik), Deggendorf (Anwendungen für KMU und Landwirtschaft), Aschaffenburg (Medizin)
  • Stärkung der Informatik als Fach an allen Hochschulen
  • Ausbau des Leibniz-Rechenzentrums (LRZ) zum informationstechnischen Kompetenzknoten für Big Data und KI (Supercomputing, Quantencomputing, Machine Learning)

Vernetzung und Dialog

Transfer

  • Förderung der Themenplattform Arbeitswelt 4.0 beim Zentrum Digitalisierung Bayern (ZD.B), die sich u.a. mit Herausforderungen der KI-basierten Arbeitswelt beschäftigt.
  • Pilotprojekt DigiMed Bayern zur Weiterentwicklung der personalisierten Medizin mittels Verknüpfung und Auswertung von klinischen und epidemiologischen Datensätzen mit individuellen Patientendaten

Brandenburg

Brandenburg veröffentlichte im Herbst 2018 einen strategischen Handlungsrahmen für die Digitalisierung der Wirtschaft des Landes. In die Erstellung waren Unternehmen über verschiedene Dialog-Formate einbezogen. Als Handlungsschwerpunkte wurden die Förderung der Innovationsorientierung der Betriebe, deren Unterstützung bei zentralen Digitalisierungsmaßnahmen sowie die Initiierung und Förderung neuer Wertschöpfungsbereiche und neuer Geschäftsmodelle definiert. Der Handlungsrahmen ist eingebunden in die Ende 2018 verabschiedete Zukunftsstrategie Digitales Brandenburg.

Handlungsfelder und Maßnahmen im Bereich KI

Transfer

  • Aufbau des Lausitzer Zentrums für Künstliche Intelligenz (LZKI) zur Bündelung der Forschung sowie aller regionalen Aktivitäten und Kompetenzen im Bereich KI
  • Entwicklung des Carl-Thiem-Klinikum Cottbus zu einem digitalen Leitkrankenhaus. Ziel ist es, die Diagnostik durch intelligente Datenauswertung weiterzuentwickeln, Roboter unterstützend in der Pflege einzusetzen und smarte Sensoren zur Beobachtung von Patientinnen und Patienten zu nutzen.

Berlin

Seine Digitalisierungsaktivitäten bündelt Berlin in der Abteilung Energie, Digitalisierung, Innovation der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe. Der inhaltliche Fokus liegt auf Start-ups und Digitalwirtschaft, Mittelstand, Digitale Technologien sowie Initiativen und Veranstaltungen. Künstliche Intelligenz ist Teil der Innovationsstrategie InnoBB.

Handlungsfelder und Maßnahmen im Bereich KI

Technologietransfer und KI-Hub

  • Studien zur Nachfrage von KI in Berlin sowie vorhandenen KI-Fachkräften
  • Förderung von Veranstaltungen (z.B. KI-Werkstätten, MeetUps, Coding-Workshops)
  • Sichtbarmachen von innovativen KI-Anwendungen in Berlin über die Website ki-berlin.de

Technologietransfer

  • Förderung des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI) ab 2020

Bremen

Bremen entwickelt aktuell eine KI-Strategie, mit der das Land die vorhandene Stärke in der KI-Forschung mit anderen Akteuren vernetzen und Bremen zu einem der wichtigsten KI-Standorte in Deutschland ausbauen will. Die Fachkräftestrategie 2019 des Landes thematisiert Herausforderungen neuer Technologien wie Künstliche Intelligenz für Arbeitsmarkt und Beschäftigung. In der Zukunftsinitiative Smart – Digital – Mobil koordiniert das Land Projekte zu Themen wie Autonomes Fahren und Smart Services.

Handlungsfelder und Maßnahmen im Bereich KI

Vernetzung

Transfer

  • Entwicklung von KI-unterstützten Lösungen für den Handel im Projekt Knowledge4Retail durch Bremer Forschungseinrichtungen und Unternehmen
  • Aufbau eines „KI-Space für intelligente Gesundheitssysteme“ (KI-Sigs) in Kooperation mit KI-Instituten, medizintechnischen Unternehmen und Kliniken in Bremen, Hamburg und Schleswig-Holstein

Internationaler Austausch

  • German-Canadian Concourse: Plattform für den Austausch zwischen Deutschland und Kanada mit jährlichen Experten-Panels zum Thema Künstliche Intelligenz
  • Forschungsmarketingprojekt TransAIR (Transatlantic AI-based Robotic): Austausch von sieben Forschungseinrichtungen aus der Region Bremen mit US-Wissenschaftlerinnen und -Wissenschaftlern zu Forschung, Kommerzialisierung und Einfluss von KI und Robotik auf die Arbeitswelt

Hamburg

Das Anfang 2018 in der Senatskanzlei geschaffene Amt für IT und Digitalisierung (ITD) entwickelt aktuell eine Digitalstrategie für Hamburg und begleitet andere beteiligte Stellen bei der Entwicklung und Umsetzung ihrer Teilstrategien. Ziel ist es, die „Digitale Stadt“ zu fördern und eine gesamtstädtische Digitalisierungsstrategie für Hamburg zu entwickeln.

Handlungsfelder und Maßnahmen im Bereich KI

Technologietransfer und KI-Hub

  • Gründung des Artificial Intelligence Center Hamburg (ARIC) e.V. im September 2019 zur Vernetzung von Unternehmen unterschiedlicher Größe und Branchen sowie Hochschulen und Forschungseinrichtungen
  • Ausbau des Health AI Hub (HAIH) zu einem Ökosystem für Unternehmen, die KI-basierte medizinische Lösungen bieten
  • Aufbau eines „KI-Space für intelligente Gesundheitssysteme“ (KI-Sigs) in Kooperation mit KI-Instituten, medizintechnischen Unternehmen und Kliniken in Bremen, Hamburg und Schleswig-Holstein

Praktische Anwendung

  • Chatbot „Frag-den-Michel“: Testbetrieb eines textbasierten, lernenden Dialogsystems, das Bürgerinnen und Bürgern allgemeine Auskünfte zu Verwaltungsdienstleistungen gibt

Veranstaltungen

Hessen

Die Strategie Digitales Hessen wurde in enger Abstimmung mit Vertreterinnen und Vertretern von Industrie, Handel und Dienstleistungsgewerbe, Forschungseinrichtungen und Verbänden erarbeitet. Sie adressiert insgesamt 17 Handlungsfelder und Anwendungsbereiche, in denen das Land direkten Einfluss nehmen kann. Einen expliziten Bezug zum Bereich Künstliche Intelligenz weist sie nicht auf.

Handlungsfelder und Maßnahmen im Bereich KI

Forschung

  • Einrichtung eines KI-Campus mit 20 neuen KI-Professuren und Vernetzung zur Transfer- und Gründerforschung (Ausschreibungsverfahren bis Mitte 2020)

Transfer

  • Aufbau eines KI-Hubs in Frankfurt als Schnittstelle zwischen Forschungseinrichtungen, Start-ups, Unternehmen und öffentlichen Institutionen, die KI-basierte Anwendungen entwickeln und nutzen; Grundlage: Kabinettsbeschluss der hessischen Landesregierung

Standards

Mecklenburg-Vorpommern

Die Landesregierung hat im Mai 2018 eine Digitale Agenda für Mecklenburg-Vorpommern veröffentlicht. Schwerpunkte sind der Ausbau der digitalen Infrastruktur und die Stärkung der Digitalisierung in Wirtschaft, Bildung, Forschung und Verwaltung. Weiter sieht das Programm unter anderem den Aufbau eines Kompetenzzentrums „Digitalisierung in der Arbeitswelt“ vor.

Niedersachsen

Mit seinem 2018 verabschiedeten Masterplan Digitalisierung investiert das Land Niedersachen in den kommenden Jahren mehr als eine Milliarde Euro für das Gelingen der Digitalisierung. Im Feld der Künstlichen Intelligenz als Schlüsseltechnologie liegt der Fokus auf dem Ausbau der Forschung. Ziel ist es, exzellente Grundlagenforschung zu fördern, digitale Innovationen aus der anwendungsorientierten Forschung in die Praxis zu bringen und Fachkräfte für digitale Anwendungen auszubilden.

Handlungsfelder und Maßnahmen im Bereich KI

Anwendungsorientierte Forschung

  • Ausbau und Weiterentwicklung der Außenstelle Osnabrück des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI) und Errichten eines weiteren Standorts in Oldenburg; übergreifendes Forschungsthema: Umgebungswahrnehmung autonomer Systeme
  • Aufbau des Zentrums für Digitale Innovation (ZDIN) mit den thematischen Schwerpunkten Agrar, Energie, Gesellschaft und Arbeit, Gesundheit, Mobilität und Produktion
  • Ausschreibungen des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur und der Volkswagen Stiftung für verschiedene Wissenschaftsfelder, die Digitalisierungsprozesse (und ausdrücklich auch Methoden der Künstlichen Intelligenz) auf unterschiedlichen Ebenen aufgreifen

Forschung und Lehre

  • Schrittweise Ausschreibung von bis zu 50 Digitalisierungsprofessuren

Nordrhein-Westfalen

Die nordrhein-westfälische Landesregierung legte im Juli 2018 den Entwurf einer Digitalstrategie vor. Dieser wurde unter Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern, Fachleuten und Stakeholdern weiterentwickelt und die Digitalstrategie im April 2019 veröffentlicht. In einem Beteiligungsprozess werden aktuell weitere Themenschwerpunkte ausgearbeitet und konkretisiert, darunter auch das Thema Künstliche Intelligenz.

Handlungsfelder und Maßnahmen im Bereich KI

KI-Kompetenzplattform KI.NRW

  • Anspruch: Nordrhein-Westfalen zur Leitregion für akademische und berufliche Aus- und Weiterbildung auf dem Gebiet von Data Sciences, maschinellem Lernen und Künstlicher Intelligenz entwickeln
  • Ziele: Stärkere Vernetzung der wissenschaftlichen Akteure untereinander und mit der Wirtschaft; Stärkung von Forschung, Lehre und Transfer im Sinne eines auf mehrere Standorte verteilten „Computer and Data Science Campus.NRW“
  • Querschnittsthemen: „Bildung und Motivation“, „Data Sciences in Lehre und Weiterbildung“, „Sicherheit“ und „Rechtsrahmen“
  • Koordination: Fraunhofer-Institut für Intelligente Analyse- und Informationssysteme IAIS

Rheinland-Pfalz

Die 2018 veröffentlichte Strategie für das digitale Leben der rheinland-pfälzischen Landesregierung entstand im Rahmen eines Beteiligungsprozesses unter Einbindung von Bürgerinnen und Bürgern, Expertinnen und Experten, relevanten Verbänden und Unternehmen. Sie beleuchtet zwölf Themenfelder, in denen sich der digitale Wandel auswirkt. Das Feld der Künstlichen Intelligenz wird nicht explizit genannt.

Handlungsfelder und Maßnahmen im Bereich KI

Forschung

Transfer

  • Digitales Agrarportal (DAP) Rheinland-Pfalz: Aufbau einer zentralen Informations-, Kommunikations- und Datenaustauschplattform und Weiterentwicklung des Prototypen einer bundesweiten digitalen Datendrehscheibe (GeoBox) für landwirtschaftliche Betriebe.
  • Förderung des Aufbaus eines Kompetenzzentrums für autonomes Fahren im ÖPNV/Living Lab von Mainzer Stadtwerken und Mainzer Verkehrsgesellschaft (MVG)
  • Transferinitiative Rheinland-Pfalz: Förderung des Austauschs von Wirtschaft, Technologie und Wissenschaft, u.a. im Potenzialbereich Industrie 4.0 (inkl. Künstliche Intelligenz)

Vernetzung und Dialog

  • KI-Board der Zukunftsinitiative Rheinland-Pfalz (ZIRP) e.V.: Neues Gremium aus KI-Expertinnen und -Experten aus Wirtschaft und Wissenschaft für den Austausch zur wirtschaftlichen, wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Bedeutung von KI sowie einer stärkeren Vernetzung der landesweiten Akteure

Saarland

Die Weiterentwicklung des Bereiches Künstliche Intelligenz im Saarland erfolgt auf Basis der aktuellen Innovationsstrategie mit den Schlüsselbereichen Informations- und Kommunikationstechnologie, Automotive/Produktion sowie LifeScience/Materialien. Damit legte das Land den Grundstein, um das Querschnittsthema Digitalisierung mit den Fokusthemen KI und Cybersicherheit, Smart Production und Smart Mobility sowie Life Sciences und Material Sciences in seiner Technologiepolitik zu verankern und weiter zu entwickeln. Das Land wird den KI-Schwerpunkt strategisch weiter ausbauen und insbesondere in die Anwendungsdomänen bringen.

Handlungsfelder und Maßnahmen im Bereich KI

Forschung und KI-Hub

  • Schaffen eines KI-Hotspots in den Schwerpunktbereichen Automotive, Industrie 4.0, eHealth und eGovernment.
  • DFKI und CISPA Helmholtz-Zentrum für Informationssicherheit als Ausgangspunkt für zusätzliche Spitzenprojekte in den Bereichen Cybersicherheit und KI sowie für die Entwicklung neuer Exzellenzinitiativen.
  • Erschließung von 10 Hektar Gewerbefläche im Umfeld von DFKI, CISPA-Helmholtz-Zentrum und weiteren IT-Forschungseinrichtungen für Ausgründungen und Ansiedlungen von IT-Unternehmen (insbesondere aus den Bereichen Informationssicherheit und KI)
  • Mittelfristiges Ziel: Ausbau zu einem bundesweiten Hub für Innovation, Neugründungen, Industrieforschung und Technologietransfer im IT-Bereich.

Förderung und Transfer

Sachsen

Zur Gestaltung der Digitalisierung hat die sächsische Staatregierung 2019 eine aktualisierte Fassung der Strategie Sachsen Digital inklusive konkreter Maßnahmen veröffentlicht. Das Feld der Künstlichen Intelligenz wird nicht explizit genannt.

Handlungsfelder und Maßnahmen im Bereich KI

Forschung

Transfer

  • KI-Hub Sachsen: Gründung im Sommer 2019 als Koordinations- und Anlaufstelle, um KI-gestützte Innovationen aus der Forschung in die Anwendung zu bringen; Partner sind die Universität Leipzig, AOK PLUS, Mitteldeutsche Flughafen AG, SpinLab GmbH und weitere Unternehmen.
  • Projekt KIKiS: Analyse von Kompetenzen und Bedarfen sächsischer Akteure im Bereich KI und Entwicklung von Handlungsempfehlungen; Partner: Fraunhofer IIS/EAS, TU Dresden

Sachsen-Anhalt

Mit der Digitalen Agenda für das Land Sachsen-Anhalt hat das Land im Jahr 2018 einen Zehn-Punkte-Plan zur Gestaltung der Digitalisierung vorgelegt. Zentrale Themen sind die digitale Infrastruktur, Begleitung von Unternehmen und Beschäftigen im digitalen Wandel sowie der Aufbau von intelligenten Verkehrssystemen.

Schleswig-Holstein

Mit ihrem Digitalisierungsprogramm legte die Landesregierung im Juni 2018 den Handlungsrahmen zum Einsatz von KI fest. In einem Dialog mit Hochschulen, Forschungseinrichtungen sowie Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft, Verwaltung und Zivilgesellschaft entstand 2019 eine KI-Strategie für Schleswig-Holstein. Künstliche Intelligenz soll dazu beitragen, Wohlstand und Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft (insbesondere der KMU) zu sichern, das Land zu einem attraktiven Standort für KI-Start-ups und -Fachkräfte zu machen, die Energiewende zügig umzusetzen und die Verwaltung bürgerfreundlicher zu gestalten. Ihre Hochschulen will die Landesregierung in ausgewählten KI-Forschungsgebieten international sichtbar machen und das Wissen in der Bevölkerung zu KI verbessern.

Handlungsfelder und Maßnahmen im Bereich KI

Transfer und Vernetzung

  • Aufbau eines KI Transfer-Hubs für den Wissenstransfer von der Wissenschaft in die Wirtschaft sowie Beratungsleistungen für Unternehmen
  • Aufbau eines „KI-Space für intelligente Gesundheitssysteme“ (KI-Sigs) in Kooperation mit KI-Instituten, medizintechnischen Unternehmen und Kliniken in Bremen, Hamburg und Schleswig-Holstein
  • Vernetzung von regionalen KI-Akteuren durch das Cluster Digitale Wirtschaft Schleswig-Holstein
  • Vernetzung von Digitalunternehmen in Schleswig-Holstein und Kalifornien durch The Bay Areas e.V.

Forschung

  • Aufbau eines Zentrums für Künstliche Intelligenz Lübeck (ZKIL) sowie eines KI-Labs an der Universität Lübeck

Öffentliche Daten

  • Bereitstellung von öffentlichen Daten für die Entwicklung von KI-Anwendungen über das Portal Open Data Schleswig-Holstein
  • Entwicklung von zukunftsweisenden Lösungen für eine bürgernahe digitale Verwaltung durch das Joint Innovation Lab

Bildung und Kultur

  • Entwicklung einer hochschulübergreifenden Lehr-Lern-Plattform zur Vermittlung von grundlegenden Kenntnissen der Datenanalyse, -nutzung und -verwertung
  • Erstellen von Unterrichtsmaterialien und Modulen zur virtuellen Lehrerfortbildung

Förderprojekte zur Entwicklung von KI-Anwendungen (Auswahl)

Thüringen

Die Thüringer Strategie für die Digitale Gesellschaft wurde in einem Beteiligungsprozess unter Einbeziehung von Akteuren aus Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft entwickelt. Sie behandelt Künstliche Intelligenz als eines von mehreren Querschnittsthemen. Der Freistaat Thüringen will Entwicklung und Einsatz von KI-Technologien unterstützen, um die Potenziale – insbesondere von Big Data und vernetzten Systemen – in Bereichen wie Gesundheit, Mobilität, Energie und Industrie 4.0 zu erschließen.

Handlungsfelder und Maßnahmen im Bereich KI

Förderprogramme

  • Digital-Bonus als niederschwelliges Angebot für KMU zur Unterstützung bei Digitalisierung und Anwendung von KI
  • FTI-Förderung zur Stärkung von Innovationsfähigkeit sowie Wissens- und Technologietransfer von Wissenschaft und Wirtschaft
  • Programm Pro Digital zur Förderung digitaler Innovationen in der grundlagenorientierten und anwendungsnahen Forschung

Transfer und Vernetzung

  • Thüringer Kompetenzzentrum Wirtschaft 4.0 als Anlaufstelle für Unternehmen bei Fragen zu Digitalisierung und KI mit Workshops, Beratungsangeboten und Veranstaltungen
  • Thüringer Clustermanagement zur strategischen Entwicklung besonders leistungsfähiger KI-Akteure sowie zur Förderung von Vernetzung und Kooperationen zwischen Unternehmen und Forschungseinrichtungen
  • Zentrum für Robotik und Lernende Systeme an der TU Ilmenau als Schnittstelle zwischen Hochschulen, außeruniversitären Forschungseinrichtungen und Wirtschaft
  • Regelmäßige Veranstaltungen für regionale KI-Akteure aus Wissenschaft und Wirtschaft

Förderprojekte zur Entwicklung von KI-Anwendungen (Auswahl)

KI-Strategien international

Künstliche Intelligenz wird in den kommenden Jahren weltweit die Wirtschaft wie auch den Alltag der Menschen verändern. Um die damit verbundenen politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen und Herausforderungen zu gestalten, haben Regierungen in vielen Ländern spezifische Strategien oder Eckpunktepapiere zum Umgang mit KI vorgelegt.

  • Deutschland

  • Frankreich

  • Großbritannien

  • Finnland

  • Belgien

  • Europäische Union

  • China

  • USA

  • Kanada

  • Japan

  • Singapur

Deutschland

Die Bundesregierung präsentierte im November 2018 eine nationale Strategie Künstliche Intelligenz. Sie zielt darauf, „KI Made in Germany" zu einem internationalen Markenzeichen für moderne, sichere und gemeinwohlorientierte KI-Anwendungen auf Basis des europäischen Wertekanons zu etablieren. Bis 2025 stellt der Bund dafür etwa drei Milliarden Euro zur Verfügung. Die Plattform Lernende Systeme wird die Umsetzung der KI-Strategie begleiten und dafür zu einer Plattform für Künstliche Intelligenz ausgebaut werden.

Politische Ziele

Deutschland soll, ausgehend von einer guten Forschungsbasis, ein weltweit führender Standort für die Erforschung, Entwicklung und Anwendung von Künstlicher Intelligenz werden.

  • Technologieführerschaft und Qualitätssiegel „AI Made in Germany“
  • Verantwortungsvolle Entwicklung und Nutzung von KI
  • Breiter gesellschaftlicher Dialog

Handlungsfelder

Ausbau der KI-Forschung

  • Aufbau eines nationalen Netzwerks von mindestens zwölf Zentren und Anwendungshubs
  • Einrichtung von mindestens 100 zusätzlichen KI-Professuren und Stärkung der Lehre und Nachwuchsförderung im Bereich KI
  • Binden und Gewinnen der besten Köpfe durch attraktive Arbeitsbedingungen und Vergütungen
  • Aufbau eines deutsch-französischen Forschungs- und Innovationsnetzwerkes („virtuelles Zentrum“)


Wissenstransfer, Anwendung und Entrepreneurship

  • Schnellerer Transfer von Forschung in konkrete KI-Anwendungen durch Testfelder, Reallabore, Modellversuche, regionale Cluster und neuartige Förderformate
  • Bessere Zugangsmöglichkeiten für Unternehmen zu KI-Technologien, insbesondere von mittelständischen Unternehmen über die Kompetenzzentren Mittelstand 4.0
  • Förderung der Gründungsdynamik für KI-Start-ups durch Förderprogramme (z.B. EXIST) und Wagniskapital
  • Erstellen einer KI-Landkarte zu Anwendungen und Akteuren; KI-Monitoring und Vernetzung der Unternehmen und Institutionen
  • Gründung einer Agentur für Sprunginnovationen mit KI als einem der Schwerpunkte
  • Bildung eines europäischen Innovationsclusters zu KI und Durchführung von Innovationswettbewerben


Deutsch-Französische Zusammenarbeit

Deutschland und Frankreich unterzeichneten am 16. Oktober 2019 eine gemeinsame KI-Roadmap („Erklärung von Toulouse“). Der Fahrplan sieht Folgendes vor:

  • den Aufbau eines virtuellen Netzwerks zu KI (u.a. Kooperation der deutschen und französischen KI-Kompetenzzentren)
  • die stärkere Vernetzung deutscher und französischer Wirtschaftsakteure
  • einen gemeinsamer Ansatz für eine sichere, souveräne Dateninfrastruktur
  • ein abgestimmtes Vorgehen bei der KI-Standardisierung
  • einen gemeinsamer Ansatz bei Rechtsfragen zu KI
  • sowie einen Diskurs über Sprunginnovationsprojekte.

Wandel der Arbeit

  • Ganzheitlicher und menschengerechter Ansatz basierend auf der selbstbestimmten Entfaltung von Fähigkeiten und Talenten, sozialer Sicherheit und der Gesundheit der Beschäftigten
  • Gründung regionaler Kompetenzzentren für Arbeitsforschung und -gestaltung
  • Fachkräftemonitoring und nationale Weiterbildungsstrategie zur Kompetenzförderung von Erwerbstätigen, insbesondere in Hinblick auf den digitalen Wandel und KI
  • Untersuchung der Auswirkungen von KI am Arbeitsplatz in betrieblichen Experimentierräumen und frühzeitige Einbindung der Betriebsräte bei der Einführung von KI-Anwendungen
  • Qualifizierung von Personalverantwortlichen, Personal- und Betriebsräten (z.B. in Zukunftszentren)


Datennutzung, Datensicherheit, Recht und Ethik

  • Förderung der Forschung zur Kontrolle und Nachvollziehbarkeit von algorithmischen Prognose- und Entscheidungssystemen
  • Förderung der Forschung und von Anwendungen zum Verbraucherschutz und zur Privatsphäre
  • Daten verfügbar machen, z.B. durch potenzielle Datenpartnerschaften zwischen Unternehmen und Forschungseinrichtungen und durch die Einrichtung von Anreizen und Rahmenbedingungen für das freiwillige und datenschutzkonforme Teilen von Daten (auch aus öffentlich finanzierten Forschungsprojekten)
  • Anpassung des Wettbewerbs- und Urheberrechts, um die Menge an nutzbaren Daten zu erhöhen, ohne persönliche Daten oder betriebliches Knowhow preiszugeben (Kommission Wettbewerbsrecht 4.0)


Internationale und gesellschaftliche Dialoge

  • Europäischer und transatlantischer Dialog zum menschenzentrierten Einsatz von KI in der Arbeitswelt
  • Breiter gesellschaftlicher Dialog über die ethische, rechtliche, kulturelle und institutionelle Gestaltung von KI – die Plattform für Künstliche Intelligenz wird hier eine Schlüsselrolle einnehmen

Frankreich

Im März 2018 präsentierte Staatspräsident Emmanuel Macron in einer Rede die Grundzüge einer französischen KI-Strategie mit dem Titel „AI for Humanity“. Eine wichtige Grundlage dafür bildete der ebenfalls im März 2018 veröffentlichte Bericht des französischen Abgeordneten Cédric Villani.

Politische Ziele

Frankreich betont, dass Künstliche Intelligenz in den Dienst der Menschen gestellt werden muss und spricht dem Staat dabei eine wichtige steuernde Funktion zu. Für den Ausbau von Forschung und Entwicklung von KI und deren Anwendung sind bis 2022 staatliche Investitionen in Höhe von 1,5 Milliarden Euro vorgesehen.

  • Offene Datenpolitik für die Umsetzung von KI-Anwendungen
  • Fokus auf vier Sektoren: Gesundheit, Umwelt, Mobilität, Sicherheit/Verteidigung
  • Europäische Zusammenarbeit im Feld der KI

Handlungsfelder

KI-Ökosystem für Frankreich und Europa

  • Etablierung einer nationalen Koordinationsstelle unter Leitung von INRIA zur Vernetzung französischer KI-Expertise
  • Aufbau von vier bis fünf KI-Verbünden mit Partnern aus Wissenschaft und Wirtschaft (z.B.) PRAIRIE)
  • Ausbau der KI-Forschung und Anwerbung internationaler Forscherinnen und Forscher


Deutsch-Französische Zusammenarbeit

Deutschland und Frankreich unterzeichneten am 16. Oktober 2019 eine gemeinsame KI-Roadmap („Erklärung von Toulouse“). Der Fahrplan sieht Folgendes vor:

  • den Aufbau eines virtuellen Netzwerks zu KI (u.a. Kooperation der deutschen und französischen KI-Kompetenzzentren)
  • die stärkere Vernetzung deutscher und französischer Wirtschaftsakteure
  • einen gemeinsamer Ansatz für eine sichere, souveräne Dateninfrastruktur
  • ein abgestimmtes Vorgehen bei der KI-Standardisierung
  • einen gemeinsamer Ansatz bei Rechtsfragen zu KI
  • sowie einen Diskurs über Sprunginnovationsprojekte.

Rechtliche und ethische Fragen

  • Anpassung des Rechtsrahmens an KI-Entwicklung (z.B. für autonomes Fahren bis 2022; dazu vorab regionale Experimente mit Ausnahmeregelungen)
  • Dialog zu ethischen Fragen auf europäischer und internationaler Ebene (v.a. Kanada) mit dem Ziel, eine Organisation nach Vorbild des IPCC (Weltklimarat) für KI zu schaffen
  • Transparenz von Algorithmen
  • Ethischer Code für Programmierer


Open Data

  • Bereitstellung öffentlicher Daten für öffentlich geförderte Projekte
  • Etablierung gemeinsamer Datenplattformen für den öffentlichen und privaten Sektor
  • Öffnung der Datenbasis auf europäischer Ebene
  • Öffentlicher Diskurs über Umgang mit Daten

Großbritannien

Die britische Regierung veröffentlichte im November 2017 ein erstes Strategiepapier, das Künstliche Intelligenz als Baustein für wirtschaftliches und industrielles Wachstum definiert. Im März 2018 legte ein Sonderausschuss des House of Lords einen Bericht zu den wirtschaftlichen, ethischen und sozialen Auswirkungen von KI vor. Im April 2018 erschien mit dem AI Sector Deal eine britische KI-Strategie.

Politische Ziele

Die Regierung will Großbritannien im Zuge der Digitalisierung zur weltweit innovativsten Volkswirtschaft entwickeln. Künstliche Intelligenz soll gute Arbeitsplätze und größeren Wohlstand für alle bringen.

  • Etablierung als attraktiver Technologiestandort für Gründer und Unternehmer
  • Ausbau der digitalen Infrastruktur
  • Förderung von KI-bezogenen Kooperationen

Handlungsfelder

Investitionsfreundliches Umfeld

  • Erhöhung staatlicher Ausgaben für Forschung und Entwicklung
  • Steuervergünstigungen für Forschung und Entwicklung im Bereich KI


Aus- und Weiterbildung für KI

  • Investitionen in den Unterricht von MINT-Fächern und in digitale Bildung
  • Weiterbildung aller Bevölkerungsgruppen im Bereich KI, insbesondere in strukturschwachen Regionen

Investitionen in digitale Infrastruktur

  • Ausbau digitaler Mobilitätskonzepte sowie Förderung der Elektromobilität und digital gestützter Ladung
  • Förderung des Baus von Smart Homes
  • Investitionen in modernen Breitbandausbau


Wirtschaftliche Entwicklung

  • Förderung von Partnerschaften zwischen Staat und Industrie, v.a. in den Bereichen Gesundheit, Maschinenbau und Automobil
  • Etablierung eines Investitionsfonds für die britische Wirtschaft, getragen von der British Business Bank
  • Evaluation aller politischen Maßnahmen zur Verbesserung der wirtschaftlichen Innovationsfähigkeit

Finnland

Das finnische Ministerium für Wirtschaft und Arbeit veröffentlichte im Dezember 2017 Empfehlungen für eine nationale KI-Strategie mit dem Titel Finland’s Age of Artificial Intelligence.

Politische Ziele

Ziel der Regierung ist es, Finnland als führende Nation bei KI-Anwendungen zu positionieren. Durch einen offenen Umgang mit Daten will sie dafür die Weichen in Wirtschaft und Verwaltung stellen.

  • Stärkung der export- und dienstleistungsorientierten finnischen Wirtschaft durch KI-basierte Services und Geschäftsmodelle
  • Fokus auf vier Sektoren: Energie, Medizin, Mobilität, Industrie
  • Modernisierung der Verwaltung mit besseren Services für die Bürger

Handlungsfelder

Unternehmerische Ökosysteme für KI-Anwendungen

  • Aufbau forschungsnaher Acceleratoren, in denen Unternehmen Anwendungen testen können
  • Offene Pilot- und Testumgebungen für Start-ups, KMU und ausländische Unternehmen
  • Hemmschwellen für Unternehmen senken: einfacher Zugang zu KI-Anwendungen, Programmierkurse (z.B. MOOC der University of Helsinki)


Rechtsrahmen für die Nutzung von Daten

  • Priorität auf der Bereitstellung der notwendigen Daten für neue Geschäftsmodelle (ohne Fokus auf Datenschutz)
  • Unternehmen anregen, Datenpools effizient zu teilen
  • Bürgern Zugriff auf öffentlich erhobene persönliche Daten ermöglichen
  • Europäische Erweiterung des Rechtsrahmens gewünscht

KI-Expertise als Standortfaktor

  • Aufbau eines international renommierten Center of Excellence für KI
  • Vermittlung eines grundlegenden Verständnisses für KI-Anwendungen an alle Bürger
  • Einbindung von KI in anwendungsbezogene Studienfächer und in die berufliche Weiterbildung
  • Positionierung Finnlands als Standort mit idealen staatlichen Rahmenbedingungen für KI-Forschung und -Entwicklung


Öffentliche Verwaltung als Vorreiter bei KI

  • Einbindung von KI in alle öffentliche Services
  • Erarbeitung von KI-Anwendungen durch hochrangige Experten
  • Ausbau der Kooperationen zwischen öffentlichem Sektor und Privatwirtschaft

Belgien

In Belgien wurde im März 2019 auf Anstoß des stellvertretenden Ministerpräsidenten und Ministers der Digital Agenda die AI 4 Belgium Coalition gegründet. Dieser Zusammenschluss von Expertinnen und Experten verfolgt das Ziel, eine nationale Initiative zu schaffen, die Handlungsempfehlungen zu Künstlicher Intelligenz ausspricht. Das von dieser Gruppe veröffentlichte Maßnahmenpapier stellt Forderungen zu Bildung, Talenten, Daten und Institutionen und empfiehlt Investitionen in KI in Höhe von mindestens 1 Mrd. Euro bis 2030.

Politische Ziele

  • Vereinheitlichung und Zusammenführung bestehender KI-Initiativen und -Strategien der Regionen Flandern, Wallonien und Brüssel
  • Nutzung von KI zur Vermeidung von Krankheiten, Verringerung des Energieverbrauchs, Erhöhung der Kaufkraft und Verbesserung des Verkehrsmanagements
  • Investitionen von bis zu 30 Mrd. Euro in die allgemeine digitale Transformation
  • Investition von 30 Mio. Euro durch die Region Flandern in die Forschung zu KI, deren Implementierung in Unternehmen sowie in Bildung und Ethik

Handlungsfelder

Bildungskonzept

  • Erhöhung der Aufmerksamkeit auf sich wandelnde Berufsfelder und Anforderungsprofile
  • Verbesserte Fortbildungsangebote für Bürgerinnen und Bürger und Entwicklung neuer Trainingsprogramme
  • Verpflichtung der Arbeitsgeber, ihren Angestellten Angebote für lebenslanges Lernen zu machen und Einbindung der Universitäten
  • Fokus auf Programmieren, algorithmisches Denken und Soft-Skills in den Schulen


Verantwortungsvolle Datenstrategie

  • Integration der Zivilgesellschaft in den ethischen Diskurs zu Künstlicher Intelligenz und Sensibilisierung von Akteuren aus der Politik
  • Schaffen eines belgischen Ethik-Komitees zur Unterstützung von Unternehmen und staatlichen Akteuren in ethischen Fragen zu Künstlicher Intelligenz
  • Einrichtung einer unabhängigen belgischen Daten-Sharing-Plattform und Erhöhung der Transparenz bestehender Datenplattformen

Entmystifizierung und Verbreitung von KI

  • Entwicklung eines Massiv Open Online Course (MOOC) zum Training von mindestens einem Prozent der belgischen Bevölkerung
  • Öffentliches Programm zur Darstellung der positiven Aspekte von KI für die Gesellschaft
  • Errichtung eines belgienweiten Hubs mit Zertifizierung als European Digital Innovation Hub
  • Finanzielle Unterstützung kleine und mittlere Unternehmen, um mit KI experimentieren zu können


Entwicklung, Anwerbung und Bindung von Talenten

  • Einrichten von „Sandboxes“ als virtuelle Testbereiche für Software und Positionierung Belgiens als europäisches Labor zur KI-Forschung
  • Einrichten von Bachelor- und Masterstudiengängen zu Künstlicher Intelligenz
  • Erleichterung der Immigration für ausländische Top-Talente im Bereich KI
  • Partnerschaften zwischen Industrie und öffentlichem Sektor, um praktische Trainings für Studierende zu bieten


Selbstverständnis staatlicher Institutionen

  • Transformation öffentlicher Institutionen hin zu Plattformen als Teil eines Ökosystems
  • Neugestaltung staatlicher Vergabeverfahren, um neuartige Konzepte zu ermöglichen
  • Einsetzen eines zentralen Chief Digital Officer zur Koordination landesweiter Bemühungen in Bezug auf KI

Europäische Union

Im April 2018 veröffentlichte die Europäische Kommission ihre Agenda zur Förderung Künstlicher Intelligenz in Europa. Unter Mitwirkung der High Level Expert Group on AI, einem Netzwerk führender europäischer KI-Expertinnen und -Experten, sowie der European AI Alliance legte sie im Dezember 2018 den Koordinierten Plan für Künstliche Intelligenz vor. Dieser wurde gemeinsam mit den Mitgliedstaaten ausgearbeitet. Schlüsselbereiche sind die Steigerung der Investitionen, Verfügbarkeit von mehr Daten, Förderung von Talenten und Vertrauensbildung.

Politische Ziele

Den Ausbau der technologischen und industriellen Stärken Europas im Feld der Künstlichen Intelligenz fördert die EU bis 2020 mit breit angelegten Programmen für öffentliche und private Investitionen in Höhe von 20 Milliarden Euro. Weitere Schwerpunkte liegen auf sozioökonomischen Veränderungen und rechtlichen Rahmenbedingungen.

  • Anpassung des Bildungssystems an veränderte Bedingungen in der Arbeitswelt
  • Entwicklung von ethischen Leitlinien für KI, die sich an den europäischen Datenschutzgrundsätzen orientieren
  • Vernetzung europäischer Spitzenforschung und Schaffen eines gemeinsamen Datenraums.

Handlungsfelder

Strategische Maßnahmen und Koordinierung

  • Ausarbeitung nationaler KI-Strategien der Mitgliedstaaten
  • Jährliche Überprüfung der gemeinsamen Ziele

Öffentliche und private Investitionen

  • Aufstockung des Forschungs- und Innovationsprogramms „Horizont 2020“ der EU-Kommission
  • Investitionen in verschiedene KI-Technologien und -Anwendungsfelder (z.B. Big Data, Robotik, Mobilität, Gesundheit)
  • Entwicklung einer Plattform für „KI auf Abruf“, die europäischen Nutzern Zugang zu relevanten KI-Ressourcen verschafft
  • Europäischer Fonds für Strategische Investitionen (EFSI) für die gezielte Finanzierung von Unternehmen und Start-ups

Vorbereitung der Bürger auf sozioökonomische Veränderungen durch KI

  • Anpassung der Bildungs- und Ausbildungssysteme
  • Unterstützung der Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt durch spezifische Ausbildungsprogramme mit Mitteln des Europäischen Sozialfonds
  • Ausbau der Bildung in den MINT-Fächern (= Kernkompetenzen für KI) sowie Förderung von Unternehmergeist und Kreativität

Ethischer und rechtlichen Rahmen

  • Etablierung von ethischen Leitlinien für die Entwicklung von KI (basierend auf der Charta der Grundrechte der EU); dazu enge Zusammenarbeit in der „Europäischen KI-Allianz“
  • Orientierung an den Grundsätzen des europäischen Datenschutzes und europäischer Produkthaftungsrichtlinien

Aus der Wissenschaft zum Markt

  • Vernetzung der europäischen KI-Spitzenforschungszentren
  • Aufbau von Testeinrichtungen (z.B. für vernetztes und autonomes Fahren)
  • Entwicklung von Plattformen und groß angelegten Pilotprojekten mit KI-Elementen in Bereichen wie Energie, Gesundheitsversorgung, Fertigung, Geoinformation und Landwirtschaft
  • Förderung der Integration von KI und Datenanalyse in Leuchtturm-Initiativen in den Bereichen Fertigung, Mobilität, personalisierte Medizin
  • Schnellere KI-Verbreitung durch digitale Innovationszentren

Schaffung eines gemeinsamen europäischen Datenraums

  • Investitionen, um öffentliche Daten zugänglich zu machen, zu aggregieren und durch technische Schnittstellen verfügbar zu machen
  • Aufbau einer transeuropäischen Dateninfrastruktur für Regierung und öffentliche Verwaltung
  • Weiterentwicklung der Europäischen Cloud für offene Wissenschaft
  • Schaffung eines gemeinsamen Gesundheitsdatenraums
  • Aufbau einer europaweiten Hochleistungsrecheninfrastruktur

China

Das chinesische Ministerium für Industrie und Informationstechnologie präsentierte im Juli 2017 unter dem Titel A Next Generation Artificial Intelligence Development Plan eine nationale Strategie für Künstliche Intelligenz. Das langfristige Ziel, bis 2030 weltweiter Innovationsführer bei KI zu sein, konkretisiert ein im Dezember 2017 veröffentlichter Dreijahresplan.

Politische Ziele

Die chinesische Regierung betrachtet Künstliche Intelligenz als Schlüsselindustrie der Zukunft. Mit einer umfangreichen Roadmap und der Bündelung aller Kräfte verfolgt sie klare wirtschaftspolitische Ziele.

  • Bis 2020: Aufschließen mit den USA im Feld der Künstlichen Intelligenz
  • Bis 2025: Erzielen größerer Durchbrüche und führende Rolle bei einzelnen KI-Anwendungen
  • Bis 2030: Weltweite Führungsrolle bei Erforschung, Entwicklung und Anwendung von KI. Die nationale KI-Industrie (angestrebter Marktwert: 130 Milliarden Euro) leistet einen großen Beitrag zur Wertschöpfung des Landes.

Handlungsfelder

Offenes und kooperatives Innovationssystem für KI

  • Bündelung aller Ressourcen aus Politik, Forschung und Wirtschaft für den Aufbau von Innovations- und Forschungszentren sowie Datenpools
  • Entwicklung von KI-bezogenen Modellen, Methoden und Softwarelösungen für konkrete Anwendungen
  • Fokus der Forschung auf Big Data, vernetzte Intelligenz und Schwarmintelligenz sowie hybride und autonome Systeme
  • Förderung der interdisziplinären Forschung


Anwendungen für eine hocheffiziente Smart Economy

  • Entwicklung und Verbreitung von KI-Anwendungen in Schlüsselbranchen (z.B. Medizin, Smart City, Landwirtschaft, Sicherheit und Militär sowie verarbeitendes Gewerbe)
  • Forcieren von Durchbrüchen bei vernetzter Mobilität, Service-Robotik, medizinische Diagnostik, Spracherkennung, Übersetzung, Smart Home
  • Integration von KI-Technologien in industrielle Anwendungen (z.B. CNC, Industrieroboter)
  • Förderung von Entwicklungsumgebungen und Open Source-Plattformen

Know-how und Talente

  • Aufbau von Trainingscentern für die Aus- und Weiterbildung
  • Anwerben der weltweit besten KI-Forscher
  • Bereitstellen von KI-Wissensbasen und Trainingsangeboten für einen raschen Wissenstransfer in die Industrie


Unterstützende Rahmenbedingungen

  • Etablierung von Standards für KI-Anwendungen
  • Ausbau der Netzinfrastruktur
  • Entwicklung von ethischen, politischen und regulatorischen Leitlinien zum Umgang mit KI

USA

Bereits im Oktober 2016 veröffentlichte die Regierung Obama mit Preparing for the Future of Artificial Intelligence ein umfassendes Strategiepapier zum Umgang mit Künstlicher Intelligenz. Das im Mai 2018 veröffentlichte Fact Sheet AI for the American People fasst aktuelle Leitlinien und Maßnahmen der Trump-Administration zusammen. Mit der Summary of the 2018 Department of Defense Artificial Intelligence Strategy zeigt das amerikanische Verteidigungsministerium neue Ziele und Herangehensweisen beim Einsatz Künstlicher Intelligenz vorrangig für militärische Zwecke auf.

Politische Ziele

Die von der US-Regierung aufgeführten und angekündigten Maßnahmen zur Förderung und Anwendung von Künstlicher Intelligenz fokussieren auf folgende inhaltliche Schwerpunkte:

  • Verbesserung der Lebensqualität und Sicherung des Wohlstands
  • Fokus auf die Einsatzbereiche Wissenschaft, Medizin, Kommunikation und Militär
  • Unterstützung und Schutz von US-Soldaten, Zivilisten und der amerikanischen Nation
  • Erhöhte Effizienz im Öffentlichen Dienst

Handlungsfelder

Förderung der KI-Forschung

  • Erhöhung der staatlichen Förderung für KI-Forschung und IT-Infrastruktur, maschinelles Lernen und autonome Systeme
  • Beobachtung aktueller technologischer Entwicklungen in diesen Bereichen durch von der Regierung beauftragte Agenturen


Abbau von Innovationsbarrieren

  • Lockerung von Regularien für die Nutzung von KI (z.B. automatisiertes Fahren, Einsatz von Drohnen, medizinische Diagnose)


Internationale Zusammenarbeit

  • Wissenschafts- und Technologievertrag mit Großbritannien
  • Globale Partnerschaften

Stärkung der Streitkräfte

  • Verbesserung von Situationserkennung und Entscheidungsfindung
  • Intelligente Prognosen von Wartung und Versorgung


Militärethik und Sicherheit von Künstlicher Intelligenz

  • Sicherstellen von Verantwortlichkeit und Ethik bei Künstlicher Intelligenz
  • Schutz der KI vor Hacken und Manipulation
  • Unterstützung der Transparenz in der KI-Forschung und Erstellen militärischer Richtlinien zum Umgang mit KI

Kanada

Die kanadische Regierung veröffentlichte 2017 die Pan-Canadian Artificial Intelligence Strategy, die vom Canadian Institute for Advanced Research (CIFAR) koordiniert wird. Die Regierung stellt dafür bis 2022 rund 108 Millionen Euro bereit.

Politische Ziele

In der Ankündigung der Strategie im Haushaltsplan von 2017 werden folgende Ziele hervorgehoben:

  • Aufbau eines nationalen KI-Forschungsnetzwerks
  • Meinungsführerschaft im globalen Diskurs über wirtschaftliche, politische, ethische und rechtliche Konsequenzen von Künstlicher Intelligenz
  • Transfer der KI-Forschung in öffentliche und privatwirtschaftliche Anwendungen mit sozioökonomischem Nutzen für Kanada

Handlungsfelder

Ausbau der Forschung

  • Aufbau von drei neuen Forschungszentren zu den Themen Deep Learning und Reinforcement Learning Research: Alberta Machine Intelligence Institute (AMII), Vector Institute und Mila
  • Einrichtung neuer KI-Lehrstühle an Universitäten
  • Fördern, Gewinnen und Halten von KI-Forscherinnen und -Forschern


Vernetzung und Transfer

  • Ausbau der neuen Forschungszentren zu zentralen Knotenpunkten eines nationalen Forschungsnetzwerks
  • Unterstützung von Treffen, Kooperationen, Summer und Winter Schools

Gesellschaftliche Diskussion

  • Arbeitsgruppen zu wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Auswirkungen von KI
  • Initiierung eines internationalen und interdisziplinären Expertennetzwerks zu ethischer und inklusiver KI (gemeinsam mit der französischen Regierung)

Japan

Zur Förderung der Künstlichen Intelligenz in Japan wurde im April 2016 das Strategic Council for AI Technology gegründet. Im März 2017 veröffentlichte es die Artificial Intelligence Technology Strategy. Die dort geschilderten Ziele und Maßnahmen unterstützen die Vision der super-smarten Gesellschaft „Society 5.0“, die Premierminister Shinzō Abe seit einigen Jahren mit seiner Politik verfolgt („Abenomics“). Weitere Strategiepapiere Japans mit KI-Bezug sind die Industrialization Roadmap, die Integrated Innovation Strategy und die New Robot Strategy.

Politische Ziele

In Japan liegt der Fokus bei Künstlicher Intelligenz auf der Möglichkeit zu sozialer Entwicklung:

  • Erhöhung der Produktivität der Gesellschaft sowie der Kreativität der Bevölkerung
  • Führungsrolle bei medizinischer Versorgung und Wohlfahrtstechnologie durch die Nutzung von Big Data
  • Verbessertes Reisen für Bürgerinnen und Bürger sowie Erhöhung der Umweltfreundlichkeit und Verhinderung jeglicher Unfälle bis 2030
  • Schaffen einer robusten wirtschaftlichen Entwicklung von Künstlicher Intelligenz, einhergehend mit geeigneten Bewertungskriterien und Preisen

Handlungsfelder

Forschung und Entwicklung

  • Verdreifachung der Investitionen von Unternehmen in Universitäten sowie F&E-Einrichtungen bis 2027
  • Förderung von Fachkräften, vor allem im Top-Level Bereich der Industrie-Wissenschafts-Kooperation
  • Schaffen einer Arbeits- und Wissenschaftsumgebung, die Anreize für KI-Experten bietet
  • Verbesserung der Energieeffizienz und Reduzierung des Platzverbrauchs von Supercomputern


Datenmanagement

  • Erfassen notwendiger Informationen zur Schaffung einer effektiven Datenumgebung und Einbettung von Input/Output-Geräten (z.B. Sensoren)
  • Schaffen von Anreizen für Unternehmen zur Bereitstellung ihrer Daten
  • Erhöhung der Datendurchlässigkeit mit Hilfe von Standardprofilen und standardisierten Formaten für Daten


Humanressourcen

  • Reformen des Bildungssystems, von der Grundschule bis zur Universität
  • Programmierklassen ab der Grundschule und Fokus auf Abschlüsse mit KI-Bezug an Universitäten

Produktivität

  • Kundenindividuelle Massenproduktion durch Automatisierung und Optimierung von Produktionssystemen
  • Verbesserungen des Dienstleistungssektors
  • Unterstützung von Start-Ups durch „Open Innovation“


Gesundheit, medizinische Versorgung und Wohlfahrt

  • Vermeiden von Krankheiten und Erhöhung der Lebenserwartung durch KI-basierte vorbeugende Medizin
  • Verringerung der Sozialausgaben
  • Bekämpfung der Probleme einer schrumpfenden Arbeitnehmerschaft


Mobilität

  • Erhöhung der Freizügigkeit, Umweltfreundlichkeit und Sicherheit im Reiseverkehr
  • Etablierung von KI-basierten Sharing-Diensten für Personen und Güter

Singapur

Zur Förderung der Künstlichen Intelligenz startete die Regierung Singapurs durch die National Research Foundation (NRF) im Jahr 2017 die nationale Initiative AI Singapore. Diese ist über fünf Jahre mit 130 Mio. Euro ausgestattet und fördert über verschiedene Maßnahmen die Ausbildung von KI-Fachkräften und unterstützt Unternehmen. Bereits im November 2014 wurde mit der Smart-Nation-Initiative ein Instrument zur Lenkung und Entwicklung technologischer Neuerungen im städtischen Bereich geschaffen.

Politische Ziele

Singapur verfolgt mit seinen nationalen KI-Initiativen gesamtheitliche Ziele:

  • Ausbau nationaler Kompetenzen im Bereich Künstliche Intelligenz für sozialen und wirtschaftlichen Fortschritt
  • Förderung von KI-Experten und Aufbau eines KI-gestützten Wirtschaftssystems
  • Förderung der wirtschaftsnahen Forschung zu Anwendungen in der digitalen Stadt (u.a. Leben, Transport, Gesundheit)

Handlungsfelder

Grand Challenges

  • Unterstützung interdisziplinärer Forschungsteams bei der Lösung von KI-spezifischen Herausforderungen in den Bereichen Gesundheit, digitale Stadt und Finanzen

100Experiments

  • Finanzielle, personelle und organisatorische Unterstützung der Industrie bei KI-spezifischen Problemen sowie bei der Zusammenstellung von Expertenteams

AI Apprenticeship Program

  • Förderung lokaler Talente durch Kurse, Training in echten industriellen Anwendungen und Stipendien mit KI-Bezug

AI For Industry

  • Vermittlung praktischer KI-Grundlagen in der Programmiersprache Python mit Hilfe von Face-To-Face-Workshops und Online-Trainings für Ingenieure, Softwareentwickler und Manager

AI For Everyone

  • Schulung und Vermittlung grundlegender KI-Methoden (z.B. Machine Learning, Deep Learning) sowie deren Nutzung in Unternehmen

Schwerpunkte weiterer Initiativen

  • Unterstützung für kleinere und mittlere Unternehmen bei der Nutzung digitaler Technologien
  • Erleichterung von Partnerschaften zwischen lokalen Unternehmen und Herstellern von KI-Anwendungen

Künstliche Intelligenz ist ein technologischer Megatrend. Aber welchen konkreten Nutzen schaffen KI-Anwendungen für den Menschen und die Wirtschaft? Ausgewählte Praxisbeispiele aus ganz unterschiedlichen Branchen sollen zeigen, wie der Einsatz neuer Technologien unsere Gesellschaft heute und in Zukunft unterstützen kann.

Vision Zero - Die Zukunft ohne Verkehrsunfälle

Ob Blech- oder Personenschaden: die weltweiten Unfallzahlen im Straßenverkehr sind seit Jahrzehnten rückläufig. Doch trotz technischer Innovationen wie Sicherheitsgurt, ABS oder Airbag – noch immer gibt es in Deutschland alljährlich Unfälle mit Todesfolge.

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DeepRain – Effiziente Lokale Niederschlagsvorhersage durch Maschinelles Lernen

Trotz der ständigen Weiterentwicklung der Wettervorhersagemodelle und der zugehörigen Datenassimilation lassen sich vor allem starke Niederschlagsereignisse mit ihren geringen räumlichen Ausdehnungen bis heute nur schlecht vorhersagen.

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HoloMed - Kontextsensitive Unterstützung im OP durch Augmented Reality

Um etwa bei einem Schlaganfall den Druck im Gehirn zu reduzieren, erfolgt eine Ventrikelpunktion mittels Katheter. Die im Projekt HoloMed entwickelte Augmented Reality-Anwendung unterstützt den Chirurgen bei der optimalen Führung des Medizininstruments.

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ALICE – Autonomes Lernen in komplexen Umgebungen

Zielsetzung des Vorhabens sind Windturbinenregelungen, die in der Lage sind, auch für unerwartete Situationen selbständig Regelungsstrategien zu lernen. So sollen die Energiegewinnung maximiert und Wechselbelastungen minimiert werden – wobei gleichzeitig die Lastgrenzen des Systems strikt eingehalten werden.

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MAI - Bilderkennung von Mitosen in der Pathologie mit Hilfe von KI

Die Pathologie ist die wichtigste Disziplin in der Krebs-Diagnostik und zugleich entscheidende Voraussetzung für eine Therapie. Ein softwarebasiertes System zur automatisierten Erkennung von Mitosen soll das medizinische Personal künftig bei ihrer Arbeit unterstützen.

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KoFFI – Kooperative Fahrer-Fahrzeug-Interaktion

Im Projekt KoFFI wird erforscht, wie ein teil-automatisiertes Fahrzeug zum kooperativen Partner werden kann. Ziel ist es, dass Fahrer und Fahrzeug kritische Verkehrssituationen frühzeitig erkennen und gemeinsam entsprechend reagieren.

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