5. Arbeitswelt und Arbeitsmarkt: Strukturwandel gestalten

Der Einsatz Künstlicher Intelligenz wird den Arbeitsalltag vieler Menschen grundlegend verändern. Bei diesem Wandel wird die Bundesregierung alle Beschäftigen mit vielfältigen Maßnahmen auf Basis einer nationalen Weiterbildungsstrategie unterstützen. Wir werden den Einsatz von KI fördern, analysieren, bewerten und kritisch begleiten, sowohl in den einzelnen Betrieben als auch durch übergeordnete Observatorien, national und international.

Nationale Weiterbildungsstrategie

BMAS
BMBF

Im Rahmen der Nationalen Weiterbildungsstrategie wird die BReg ein breitenwirksames Instrumentarium zur Förderung der Kompetenzen von Erwerbstätigen umsetzen und Beschäftigten, Arbeitssuchenden und Unternehmen neue Chancen bieten, die sich ändernde Arbeitswelt selbstbestimmt zu gestalten.

Fachkräftemonitoring

BMAS

Die Bundesregierung wird auf der Grundlage eines neuen Fachkräftemonitorings die Fachkräftestrategie auch im Hinblick auf den digitalen Wandel und neue Technologien wie KI weiterentwickeln. Für eine objektive Einschätzung der aktuellen Fachkräftesituation nutzt das BMAS die Engpassanalyse der BA. Die neue Arbeitsmarktprognose des BMAS, das Fachkräftemonitoring, schätzt die Entwicklung von Fachkräfteangebot und -nachfrage für Branchen, Regionen und Qualifikationen für die kommenden zehn bis 20 Jahre. Die ersten Ergebnisse wurden als Forschungsberichte veröffentlicht sowie im Rahmen der Partnerschaft für Fachkräfte (im November 2018) vorgestellt.

KI-Experimentierräume

BMAS

Betriebliche Lern- und Experimentierräume sollen Unternehmen und ihre Beschäftigten dabei unterstützen, die Herausforderungen der digitalen Transformation gemeinsam zu bewältigen. Dabei sollen technologische, wirtschaftliche und organisatorische Veränderungsprozesse, die der digitale Wandel der Arbeitswelt - und insbesondere der Einsatz von KI - mit sich bringt, mit sozialen Innovationen verbunden werden. Zielgruppe: Unternehmen und Verwaltung. Bekanntmachung der um den Förderschwerpunkt KI erweiterten Richtlinie folgte im Oktober 2019 mit einer Laufzeit von 3 Jahren.

Zukunftszentren Ost

BMAS

Die Zukunftszentren sollen die konkreten Unterstützungsbedarfe der Regionen und Branchen im digitalen und demografischen Wandel adressieren. Die Zentren sollen dazu informieren, vernetzen und innovative Qualifizierungsangebote für die betriebliche Ebene bieten. Zielgruppe: KMU. Vorstellung der fünf in Ostdeutschland geplanten „Regionalen Zukunftszentren“ sowie des übergeordneten „Zentrums digitale Arbeit“ im November 2019. Ausweitung auf Westdeutschland mit KI Fokus in Vorbereitung.

KI-Observatorium

BMAS

Das Observatorium Künstliche Intelligenz in Arbeit und Gesellschaft hat die Aufgabe, Effekte von KI in der Arbeit und Gesellschaft frühzeitig zu antizipieren und Handlungsbedarfe aufzuzeigen. Auf diese Weise leistet die im März 2020 gestartete Arbeitseinheit des BMAS einen Beitrag zur Realisierung der in der KI-Strategie der Bundesregierung formulierten Ziele - etwa zum sicheren und gemeinwohlorientierten Einsatz von KI. Darüber hinaus soll das KI-Observatorium mithilfe von Dialog- und Beteiligungsformaten unterschiedliche gesellschaftliche Akteur*innen im Umgang mit Künstlicher Intelligenz befähigen und bestärken.