11. Nationale und internationale Vernetzung

Querschnittstechnologien wie KI berühren früher oder später alle Bereiche der Wissenschaft, Wirtschaft, Verwaltung und des Alltagslebens der Bürgerinnen und Bürger. Die Entwicklung ist global, deshalb muss auch die Politik grenzüberschreitend denken und handeln. Die Bundesregierung wird daher internationale Kooperationen sowie die bilaterale und multilaterale Zusammenarbeit im Bereich KI verstärkt ausbauen.

Europäische Zusammenarbeit

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BMBF
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Die Bundesregierung begleitet und unterstützt auf europäischer Ebene die Ausgestaltung von Rahmenbedingungen für die Nutzung von Künstlicher Intelligenz im gemeinsamen Digitalen Binnenmarkt und im Rahmen der Umsetzung der europäischen KI-Strategie. Sie kooperiert dabei eng mit der EU-Kommission und anderen EU-Mitgliedstaaten. Die bilaterale Zusammenarbeit mit europäischen Partnern wurde deutlich intensiviert. So wurde beispielsweise die Deutsch-Schwedische Innovationspartnerschaft 2019 um das Thema KI erweitert, im Jahr 2019 eine Roadmap für ein gemeinsames KI-Forschungs- und Innovationsnetzwerk mit Frankreich erarbeitet, sowie zahlreiche weitere Kooperationen z.B. über die KI-Kompetenzzentren angestoßen, um ein Europäisches KI-Ökosystem voranzutreiben. Darüber hinaus fördert das BMBF die Verbünde Europäischer Partner in der Europäischen Forschungsinitiative EUREKA, hier insbesondere in den beiden Joint Cluster Calls zu KI aus den Jahren 2020 und 2021 sowie innerhalb des Clusters für Software-Innovationen ITEA.

Kooperation mit Frankreich

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In zwei gemeinsamen Förderrichtlinien intensivieren das Bundesministerium für Bildung und Forschung und das französische Forschungsministerium die bilaterale Kooperation zu Künstlicher Intelligenz. Durch neue Forschungskooperationen zwischen wissenschaftlichen Partnern wie auch Verbünde aus Wissenschafts- und Wirtschaftsorganisationen soll der Transfer von der Forschung in die Praxis gestärkt werden. Bereits 2019 unterzeichneten beide Länder eine Roadmap für ein gemeinsames KI-Forschungs- und Innovationsnetzwerk. Derzeit werden im ersten Förderaufruf insgesamt 20 Verbundprojekte in zwei Förderlinien gefördert.  Der zweite Förderaufruf wurde im Juni veröffentlicht; die Einreichungsfrist für neue Projektideen endet am 22. September 2023.

Gemeinsame Leitlinien mit internationalen Wirtschaftsräumen

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Die BReg bringt sich aktiv in die Arbeiten von G7 und G20, der OECD sowie der durch Kanada und Frankreich initiierten Global Partnership on AI (GPAI) zu KI ein. Die OECD hat im Mai 2019 Empfehlungen zu Künstlicher Intelligenz verabschiedet, die von den G20-Staaten als gemeinsame, nicht-verbindliche KI-Prinzipien übernommen wurden. Mit der GPAI wird ein Expertengremium geschaffen, das regelmäßig Entwicklungen der KI beobachtet und die globalen Debatten zum Thema KI (Wirtschaft, Arbeit und Gesellschaft) bündeln soll.

Talente-Netzwerk AI Grid

BMBF

Mit dem AI Grid fördert das Bundesforschungsministerium seit September 2022 den internationalen und interdisziplinären Wissensaustausch zwischen Nachwuchstalenten auf allen Gebieten der Künstlichen Intelligenz. So soll die europäische Zusammenarbeit gestärkt, die Basis zukünftiger Kompetenznetzwerke gelegt und die Bildung junger, paneuropäischer Forschungsteams unterstützt werden. Über das Konzept der wissenschaftlichen Mikro-Fachgemeinschaften (MFGs) schafft das AI Grid ein dezentrales Netzwerk kleiner, hochspezialisierter Forschungsteams und ein niederschwelliges Angebot zur Zusammenarbeit an sehr konkreten wissenschaftlichen Fragestellungen.

Internationale Zukunftslabore KI

BMBF

Um die internationale Forschungszusammenarbeit im Bereich KI zu stärken, werden der Aufbau und die Arbeit von international besetzten Forscherteams gefördert, die zu aktuellen Forschungs- und Entwicklungsfragen der KI arbeiten. Die Auswahl erfolgt in einem wettbewerblichen Verfahren

Künstliche Intelligenz für Alle – FAIR Forward

BMZ

Die Initiative „Künstliche Intelligenz für Alle - FAIR Forward“ trägt zu einer offeneren Nutzung von KI bei, die den globalen Süden einbezieht. Gemeinsam mit Partnern aus Ghana, Ruanda, Uganda, Südafrika und Indien werden die Voraussetzungen für lokale KI-Entwicklung und damit zur Erreichung der Ziele für eine nachhaltige Entwicklung geschaffen.